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9 Motivideen für einzigartige Porträts

Weiße Wand, flaches Licht und langweilige Posen: Du willst besondere Porträts machen aber dir fehlt die nötige Inspiration? Kein Problem! Wir haben 9 kreative Motivideen zusammengestellt, die deine Porträtfotografie auf ein neues Level heben.


Gerade in der Porträtfotografie ist viel Kreativität in Sachen Setting, Licht und Komposition gefragt. Denn ein gelungenes Porträt braucht mehr als ein ausdrucksstarkes Gesicht oder ein fotogenes Posing. Sicherlich kennst auch du das Problem, dass manchmal einfach die Ideen fehlen. Was du jetzt brauchst, ist neuer Wind in deinem Fotoalltag. Vielleicht helfen dir unsere 9 Motiv-Inspirationen.

1. Stimmungsvolles Gegenlicht

Gegenlicht erzeugt bei Porträtfotos eine einzigartige Atmosphäre. Um die etwas anspruchsvolle Lichtsituation zu meistern, öffnest du die Blende deines Objektivs. Sorge zudem dafür, dass nicht zu viel Himmel auf dem Bild zu sehen ist, da dieser durch die tiefstehende Sonne häufig überstrahlt wird. Da die Lichtquelle hinter deinem Model liegt, kannst du dir zusätzlich einen Reflektor zunutze machen, um das Gesicht etwas von vorne aufzuhellen.


2. In der Nähe eines Fensters

Wer sagt, gelungene Porträtaufnahmen müssen immer im Freien entstehen? Besonders stimmungsvolle Ergebnisse erzielst du in Fensternähe. Positioniere dein Model zum Beispiel seitlich zum Fenster. Seitlich einfallendes Tageslicht wirkt besonders schön weich und schafft Tiefe. Als Einsteigerin oder Einsteiger solltest du darauf achten, das Licht im Zimmer auszuschalten. Künstliches Licht erscheint nämlich gelblich und stört den natürlichen Look deines Porträts.


3. Reflexionen in einer Glasscheibe

Du möchtest Porträts mit neuem Look kreieren? Dann probiere doch mal durch eine Glasscheibe zu fotografieren. Die Reflexionen in der Scheibe sorgen für eine dreidimensionale Bildwirkung, die den Blick fesselt. Hierzu eignen sich zum Beispiel Schaufenster oder die Fenster eines Cafés. Achte stets darauf, dass der Fokus wie immer auf den Augen der porträtierten Person liegt.


4. Mystisches Abendlicht

Es ist vermeintlich untauglich und Anfänger*innen machen häufig einen Bogen darum: Die Rede ist vom Abendlicht. Doch die Abendstunden sind in der Porträtfotografie die wohl spannendste Tageszeit. Dann entstehen geheimnisvolle Aufnahmen, mit ganz besonderen Farben. Mache dir die bläulichen Pastelltöne und das sanfte Licht nach Sonnenuntergang zunutze und wage dich an die Kamera. Jetzt gilt: Unbedingt im manuellen Modus fotografieren und ISO so gering wie möglich halten. Scheue dich zudem nicht vor Bewegungsunschärfe. Sie kann Teil einer einzigartigen Komposition sein.


5. Spannendes Kunstlicht

Auch Kunstlicht ist auf Instagram und Pinterest hoch im Kurs. Es wirkt modern und innovativ und verleiht deinen Bildern die nötige Spannung. Ein weiterer Pluspunkt: Farben schaffen Kontrast (wie hier in unserem Beispielbild zwischen dem blauen Hintergrund und dem roten Licht). Halte dazu bei deinem nächsten Abendspaziergang Ausschau nach Straßenlaternen, Neonschriftzügen oder nutze geeignete Farbfolien. In der Nachbearbeitung kannst du die Farben dann noch nach Wunsch intensivieren.


6. Nutze einen Spiegel

Auch das Experimentieren mit einem Spiegel kann sich in der Porträtfotografie auszahlen. Die Spiegelung schafft eine Art Abstraktion, die auf deine Betrachter*innen sehr anziehend wirken kann. Versuche hier einmal, nur einzelne Körperteile wie eine Hand oder den Hals zu spiegeln. Deiner Kreativität sind hier jedoch keine Grenzen gesetzt.


7. Aus dem Fokus

Wer wagt gewinnt! Und das gilt auch in der Porträtfotografie. Warum also nicht einfach mal den Hintergrund scharf stellen und das Model in eine verschwommene Silhouette verwandeln? Dazu einfach die Blende öffnen und den Hintergrund fokussieren. Auf diese Weise schaffst du sprichwörtlich einen neuen Fokus: So kannst du das Setting hervorheben und gleichzeitig innovative Bildwelten kreieren. Hier kann es hilfreich sein, den Autofokus auszuschalten, da dieser bei neuen Kameras automatisch Gesichter erkennt und scharf stellt.


8. Lange Verschlusszeit

Kreative Fotos schaffst du außerdem mit langen Verschlusszeiten. Das Ergebnis ist eine magische Bewegungsunschärfe. Diese Form der Inszenierung mag vielleicht technisch alles andere als perfekt sein, ist jedoch dazu in der Lage, das Leben und das Gefühl einer Szene einzufangen. Deine Rolle als Fotograf*in besteht nun darin, dein Model anzuleiten und für eine ausgelassene Stimmung zu sorgen. Hier kann Musik oder Lob sehr effektiv sein.


9. Versteck dich!

Diese Idee ist sehr einfach und hilfreich zugleich: Versuche einmal, das Model teilweise hinter einem anderen Objekt zu verstecken. Das kann beispielsweise ein Vorhang, eine Pflanze oder die Frisur deines Models sein. Der Look erzeugt bei deinen Betrachter*innen einen sogenannten voyeuristischen Blick. Sie haben dann das Gefühl, live bei der Szenerie dabei zu sein. Gleichzeitig regen solche Fotos die Fantasie an, denn die Wahrnehmung möchte automatisch den nicht sichtbaren Part ergänzen. Achte jedoch stets darauf, dass die wesentlichen Details (wie hier die Augen des Models) zu sehen sind, da das Ganze sonst schnell wie ein ungewollter Fauxpas erscheint.


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