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Bilder gestalten mit der Drittelregel

Bilder gestalten mit der Drittelregel

Du bist unzufrieden mit deinen Fotos und dir fehlt das gewisse Etwas? Häufig ist dafür die Platzierung deines Hauptmotivs verantwortlich. Wir zeigen dir einen einfachen Trick, mit dem du jede Bildkomposition aufwerten kannst.


Man ist im Urlaub oder auf einem Städtetrip und es wimmelt nur so von fotogenen Motiven. Keine Frage – die Kamera darf hier unter keinen Umständen fehlen. Gerade als Foto-Einsteigerin oder -Einsteiger nimmt man sich häufig zu wenig Zeit, um sich in Ruhe mit der Bildkomposition auseinanderzusetzen. Eintönige Fotos und unkonzentrierte Schnappschüsse sind die Folge. Wer will schon seine Zuschauer*innen mit öden Urlaubsfotos langweilen? Zum Glück ist ein gelungener Bildaufbau kein Hexenwerk. Mit diesem kleinen Trick werden deine Fotos zu einem echten Hingucker.

Spannende Kompositionen erzeugen

Ist dir schonmal aufgefallen, dass viele Anfängerinnen und Anfänger ihr Hauptmotiv in der Bildmitte platzieren? Dabei ist es ganz egal, ob es sich um einen Oldtimer am Straßenrand oder einen Sonnenuntergang am Horizont handelt: Wir haben unterbewusst oft den Eindruck, dass ein Objekt mit gleichmäßigem Abstand zu den Bildrändern gezeigt werden muss. Grund dafür ist einerseits die angenehme Bildwirkung von Symmetrie und andererseits Gewohnheit. Aber solche Fotos wirken auf Dauer eintönig und kreativ ist die Gestaltung auch nicht.


Das Geheimnis der Drittelregel

Ein Gestaltungsmittel, das man sich zunutze machen kann, ist die Drittelregel. Hierfür teilst du dein Bild gedanklich in neun gleich große Rechtecke. Die meisten Kameradisplays haben bereits ein integriertes Gitter, das dein Bild durch zwei vertikale und zwei horizontale Linien strukturiert.

Der perfekte Ort für dein Hauptmotiv: Die Schnittstelle zweier Hilfslinien.

Du kannst dir die Drittelregel nun zunutze machen, indem du vorhandene Kanten und Linien im Bild an den vier Hilfslinien ausrichtest (wie Leuchtturm und Horizont unseres Titelbilds). Eine noch ausdrucksstärkere Bildwirkung erzielst du jedoch, indem du dein Hauptmotiv an den jeweiligen Schnittpunkten platzierst (wie das Auto in unserem Beispielbild). Kaum ein anderes Gestaltungsmittel wird deinem Motiv so viel Wichtigkeit einräumen wie diese Platzierung. Hast du die Drittelregel erst einmal verinnerlicht, wird dir die Komposition mit der Zeit immer leichter fallen. Das Beste daran: Egal ob du mit einem Smartphone oder einer Spiegelreflex fotografierst – jede Aufnahme wird von dieser goldenen Regel profitieren.


Horizont und Drittelregel

Gerade in der Landschaftsfotografie ist die Drittelregel sehr beliebt. Denn sie leitet den Blick deiner Betrachter*innen auf die wesentlichen Dinge im Bild. Häufig haben Landschaftsfotos einen Horizont im Bild. Verläuft dieser in der Bildmitte, wird dein Foto schwer und starr wirken. Für einen dynamischeren Bildlook positioniere den Horizont lieber im unteren oder oberen Drittel zum Bildrand. Du wirst erstaunt sein, wieviel spannender diese Aufteilung wirkt.


Ein Bewusstsein für den Bildaufbau schaffen

Regeln sind bekanntlich dazu da, um gebrochen zu werden. Demnach gibt es selbstverständlich auch Szenarien, die mit der Bildmitte als Position besser auskommen. Das hängt ganz von deinem Motiv und dessen Umgebung ab. Jedoch solltest du dich stets dabei ertappen, wenn du dein Objekt mal wieder automatisch in der Mitte platzierst. Dadurch bekommst du mit der Zeit ein Bewusstsein, welche Inszenierung am besten zu deinem Foto passt.


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