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Die 5 beliebtesten Anfängerfehler und wie ihr sie umgeht

“Übung macht den Meister” lautet ein allgemein bekanntes Sprichwort. Das gilt auch für die Fotografie. Damit einher gehen aber leider fotografische Patzer, die wirklich jeder am Anfang macht. Was im ersten Moment entmutigend klingen mag, birgt aber auch ein großes Potential, die eigene Fotografie auf ein neues Level zu heben. Wir präsentieren dir 5 beliebte Anfängerfehler und wie du sie umgehst.


Hach wäre das doch einfacher mit dem Foto-Einstieg. Dann wäre jedes Bild scharf, perfekt komponiert und sowieso ein echter Eye-Catcher. Doch auch in der Fotografie gilt: Aller Anfang ist schwer. Und das bedeutet nun mal, dass wir Fehler machen. Doch Fehler sind bekanntlich dazu da, um aus ihnen zu lernen. Damit du den anfänglichen Frust minimierst und das Fotografieren in vollen Zügen genießen kannst, zeigen wir dir 5 beliebte Anfängerfehler, die du beim nächsten Shooting direkt vermeiden kannst.

1. Immer im Automatik-Modus fotografieren

Dies ist wohl der hartnäckigste Fehler in unserer Liste. Doch nur wer es schafft, von diesem Modus loszukommen, wird auf lange Sicht die Kunst der Fotografie erkunden. Die Automatik sorgt nämlich dafür, dass allein das Gerät in deinen Händen das Foto gestaltet. Aber das kann ja dann jeder! Es lohnt sich deshalb, den Automatik-Modus direkt aus dem Blickfeld zu verbannen. Denn nur so schaffst du es, mithilfe der Blende, Verschlusszeit und ISO dein Bild eigenständig zu komponieren. Hast du zu Beginn mit verwackelten Fotos zu kämpfen, dann ist die Zeitautomatik sehr hilfreich (auf den meisten Kameras mit “A” gekennzeichnet für aperture priority). So kannst du die Blende und damit die Schärfentiefe selbst bestimmen, während die Kamera die für dich passende Belichtungszeit reguliert. Setze dir jedoch zum Ziel, langfristig auf den (halb-)automatischen Kameramodus zu verzichten.


2. Sich nicht entscheiden können

Gerade Anfängerinnen und Anfängern fällt es häufig schwer, den Blick auf wesentliche Dinge zu beschränken. Das passiert vor allem dann, wenn man nur mal eben noch ein Foto knipsen möchte. Doch auch bei der Motivauswahl solltest du dir genügend Zeit nehmen. Sonst wirkt dein Bild schnell überladen und kleingliedrige Details lenken ab. Versuche deshalb, nur entscheidende Elemente in deine Aufnahme zu integrieren. Gehe hierfür näher an dein Motiv heran und schneide zum Beispiel störendes Gestrüpp ab. Stelle dir die Frage, was du überhaupt zeigen möchtest und wie du es am besten rüberbringen kannst. So entstehen ausgewogene und spannende Bildwelten.


3. Einen langweiligen Bildausschnitt wählen

Auch dieser Fehler betrifft die Bildkomposition und hindert dich im Nachhinein daran, so richtig zufrieden mit deinen Fotos zu sein. Du hast dich also entschieden, welches Motiv zu zeigen willst. Nun solltest du dich aber fragen, wie du dein Motiv aufregend in Szene setzen kannst. Verlasse hierfür dein gewohntes Blickfeld und wähle ausgefallen statt normal: Lege dich auf den Boden, versuche eine Perspektive von oben herab oder schneide dein Motiv selbstbewusst am Bildrand an. All diese Experimente sorgen dafür, dass du schnell ein Gefühl dafür bekommst, welche Perspektive spannende Ergebnisse liefert. Platziere den Horizont bei Landschaftsfotos nicht immer in der Mitte. Wähle doch einmal das Hochformat. Trau dich was! Du wirst belohnt!


4. Zu viel Bearbeitung

Fragt man professionelle Fotografen, welchen Fehler sie am Anfang besser vermieden hätten, so kommen sie häufig auf die Bildbearbeitung zu sprechen. Zu viel Kontrast, kreative Farbtönungen, nachträgliche Schärfe und babyweiche Haut: Zugegeben, am Anfang hat die Bildretusche etwas faszinierendes. Mit ein paar Klicks sieht einfach alles anders und so viel besser aus. Fehlanzeige! Meist verlieren Anfänger*innen durch das Spielen mit den Schiebereglern den Bezug zu einem natürlichen Look. Das Ergebnis sind überretuschierte Fotos, die weder zeigen, was du eigentlich kannst, noch zueinander passen. Unser Tipp deshalb: Probiere dich aus aber suche dir auf lange Sicht einen Stil, der zu dir und deiner Fotografie passt.


5. Chaos statt Organisation

Bereits die Überschrift klingt irgendwie nervig. Dennoch ist dieser Punkt für den Foto-Alltag super wichtig: Viele Foto-Neulinge nehmen sich nicht genügend Zeit, die Bilder im Nachhinein zu ordnen und ordentlich zu organisieren. Möchte man aber auch in ein paar Jahren noch etwas von seinen Meisterwerken haben, ist eine gute Organisation unabdingbar. Gewöhne dir deshalb bereits zu Beginn eine Struktur an, mit der du deine Bilder in Zukunft nicht nur stressfrei findest, sondern auch sicher speicherst. Je nach Budget und Vorlieben haben Cloud-Dienste und Festplatten diverse Vor- und Nachteile. Egal für was du dich entscheidest: Sichere deine Bilder immer doppelt und lege auf deinem Speichermedium eine sinnvolle Ordnerstruktur an. Du kannst zudem die Freude an deinen Bildern erhöhen, wenn du direkt nach dem Shooting misslungene Aufnahmen aussortierst und löschst. So verhinderst du unnötigen Datenmüll.


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