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Die lieben Kleinen – märchenhafte Kinderfotos

Unsere liebsten Fotos sind, wenn wir mal ganz ehrlich sind, nicht die Fotos von den grandiosesten Sehenswürdigkeiten, von exotischen Tieren, wunderbar angerichtetem Essen oder eleganten Models – für uns Mamas und Papas gibt es keine tolleren Fotos als die unserer Kiddies. Allerdings gibt es auch, gerade wenn der Nachwuchs im Kleinkindalter ist, oft auch kaum schwierigere Motive: Die lieben Kleinen zappeln, hören auf kein Kommando und machen einfach ihr eigenes Ding. Wie gelingen trotzdem schöne Fotos?


Das Wichtigste vorab: Mach dich frei davon, wie Kinderfotos „auszusehen haben“. Das kann nur daneben gehen. Unter Druck funktionieren Kinder-Fotoshootings meistens nicht – selbst wenn die Kids kooperieren, wirkt es dann oft arg hölzern und der Gesichtsausdruck doch eher bemüht bis gequält.

Stattdessen freue dich auf Überraschungen: Auch eine Grimasse kann auf dem Foto witzig und authentisch aussehen, auch eine herausgestreckte Zunge kann, gerade bei Kindern, durchaus fotogen sein, ebenso wie ein Schmollmund. Lass den Kids freien Raum. Umso mehr solltest du allerdings an die Aspekte denken, die du besser kontrollieren kannst: Den Hintergrund beziehungsweise, das Setting und das Outfit.


Klares Outfit

Die einfachste Variante besteht darin, dass du deine Kids nett anziehst – am besten nicht zu gemustert, so dass der Akzent des Fotos nicht in erster Linie auf der Kleidung liegt – und in den Park oder in die Stadt gehen. Mit einer hohen Brennweite und offener Blende wird der Hintergrund, sofern er genügend Tiefe aufweist, schön unscharf gezeichnet. So gelingen Street-Style-Kinderfotos oder Porträts von Kindern in der Natur – unter der Voraussetzung, dass das Kind so stillhält, dass du fokussieren kannst. Falls das nicht der Fall ist und der Nachwuchs lieber Faxen macht, halten Sie doch ebendies fotografisch fest! Am besten wählst du einen ruhigeren Hintergrund und schließt die Blende ein wenig. Gehe lieber mit der ISO hoch, als später nur verwackelte Fotos zu erhalten – etwas Rauschen kann man da wohl verzeihen. Du musst also kurz belichten (je nach Bewegungsgeschwindigkeit ca. 1/320-1/800 Sek.) und solltest lieber einen etwas größeren Bildausschnitt aufnehmen, um später zu schneiden – denn wenn sich dein kleines Modell viel bewegt, kommst du wahrscheinlich kaum hinterher, jedes Mal noch den passenden Bildausschnitt zu wählen.


Fantasievolle Settings

Falls du noch ausgefallenere Motive möchtest, kannst du natürlich auch kleine Foto-Sets für Kinder aufbauen. Ein riesiger Vorteil gegenüber herkömmlichen Model-Shootings besteht darin, dass Kinder klein sind, du also weit weniger Platz und Requisiten benötigest.
Wie wäre es damit, ein Set im Garten mit ein paar kleinen Strohballen aufzubauen? Da haben Kinder auch gleich jede Menge Spaß dabei. Lederhosen und Sommerkleider passen bestens.
Oder du dekorieren viele bunte Kissen und eine farbige Gardine in einer Ecke im Wohnzimmer, und lassen die Kids dann in ebenso farbenfroher Kleidung darin spielen.
Wenn du es bunt magst, ist auch ein kleines Bällebad eine super Location: Bälle bekommst du günstig im Internet und ansonsten benötigst du nur ein Planschbecken, dass statt mit Wasser mit den Bällen befüllt wird.
Wenn du Märchen liebst, besorge einen kleinen, roten Umhang, einen Korb mit Leckereien und fotografiere dein Kind auf einer Wiese – und sofort spielt sich vor den Augen des Betrachters die Rotkäppchen-Geschichte ab.
Achte bei solchen Sets stets auf eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung: So bist du flexibler und musst nicht darauf warten, dass das Kind die Nase zur Lichtquelle dreht. Optimal ist, wie so oft in der Menschenfotografie, das Licht draußen an einem freundlichen, aber nicht zu sonnigem Tag.


Immer bereit für tolle Kinderfotos

Und ansonsten? Halte am besten immer eine Kamera mit einigermaßen freier Speicherkarte und aufgeladener Batterie bereit. Tolle Kinderfoto-Situationen ergeben sich oft spontan, und so kannst du direkt reagieren. Selbst, wenn du  nicht mit deiner Lieblingskamera, sondern nur einer kleinen „Kompaktknipse“ ausgestattet bist, können spontan beim Spielen, beim Toben, beim Verkleiden oder sogar beim Essen wunderbar authentisch-witzige Fotos entstehen. Solche Spontan-Shootings kannst du ruhig kurz halten, und lieber in einer entsprechenden Situation wiederholen, damit die Kinder nicht den Spaß an der Sache verlieren.

Nach den Fotos darfst du übrigens nicht vergessen, deinen kleinen Modellen die Bilder zu präsentieren: Sich selbst auf den Fotos zu erkennen ist für viele Kinder der größte Spaß und motiviert sie dazu, immer wieder vor der Kamera stehen zu wollen. Und ein witziges Kinderbild an der Wand im Wohnzimmer oder mit einem Magnet am Kühlschrank befestigt sicher noch mehr…

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