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Draußen wird’s kalt, Kinder…

Draußen wird’s kalt, Kinder…

Gute Fotografen halten keinen Winterschlaf! Sie gehen raus und schießen super Bilder. Hier sind unsere Tipps für gelungene Winterfotos.

Trotz Regen, Wind, Eis und Schnee gibt es während der Wintermonate draußen einige schöne Dinge zu entdecken – von Eiskristallen an einem kalten Morgen bis hin zu dramatischen Wolkenformationen vor einem Sturm. Ihr müsst nur das Wetter richtig einschätzen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Es gibt allerdings auch einige sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Ihr solltet zum Beispiel immer daran denken, dass Kameras nicht gern mit Wasser in Berührung kommen. Eure Ausrüstung sollte also entsprechend geschützt sein. Wetterfeste Kameras wie beispielsweise die FUJIFILM X-T3 oder die X-Pro3 halten einen Regenschauer problemlos aus und sind der perfekte Begleiter bei Projekten mit ungewisser Wetterlage. Auch der Kauf eines wetterfesten Objektiv kann sich rentieren. Ihr erkennt ein solches Objektiv an dem Kürzel „WR“ im Namen. Da wäre beispielsweise das FUJINON XF16-80mmF4 R OIS WR.
Um Kondensation zu vermeiden, lasst eure Ausrüstung zunächst in der Tasche, wenn ihr wieder nach Hause kommt, damit sich Kameras und Objektive langsam aufwärmen können.

Foto: Bernd Ritschel, FUJIFILM X-T2 | f/1 | 1/3200 Sek. | ISO 800 | 50mm

Das Weiß von Eis und Schnee kann die Belichtungsmessung der Kamera beeinträchtigen und zu einer Unterbelichtung führen. Nehmt deshalb im RAW-Format auf, damit ihr später Korrekturen durchführen könnt. Mit der Spotmessung und der Belichtungskorrektur könnt ihr das bestmögliche Aufnahmeergebnis erzielen. Mithilfe der AEB-Funktion könnt ihr zudem eine Belichtungsreihe erstellen.
Die größte Herausforderung bei der Winterfotografie heißt jedoch: Überwindung. Wenn man gemütlich im warmen Zimmer sitzt, fällt es mitunter nicht leicht, sich aufzuraffen und hinaus in die Kälte zu gehen. Wir hoffen aber, dass die folgenden Bilder euch dazu motivieren werden, gleich den Mantel überzuwerfen.

Foto: Bernd Ritschel, FUJIFILM GFX 50S | F/2.8 | 1/1100 Sek. | ISO 100 | 110mm

Eisblumen oder Blumen im Schnee

Die geometrischen Muster, die Eis am Fenster bildet, entstehen, wenn auf einer Seite der Glasscheibe die Luft sehr kalt ist, während auf der anderen Seite die Luftfeuchtigkeit hoch und die Luft wärmer ist. Sie sind ganz leicht zu fotografieren: Füllt das ganze Bild damit aus und erstellt anschließend den Bildausschnitt, um verschiedene Kompositionen zu erhalten. Am ehesten findet ihr Eisblumen am frühen Morgen, zum Beispiel auf Autoscheiben. Haltet also eure Kamera bereit, wenn ihr das Haus verlasst!


Foto: Kevin Mullins, FUJIFILM GFX 50R | f/2.8 | 1/250 Sek. | ISO 1250 | 45mm

Lass die Kinder raus!

Kinder scheinen nassem Wetter gegenüber nicht dieselbe Abneigung zu verspüren wie Erwachsene. Gebt ihnen einfach Gummistiefel und einen Regenschirm, mit denen sie sich austoben dürfen. Dabei entstehen aus wasserspritzfreier Entfernung mit dem Teleobjektiv wunderbar natürliche Porträts. Fängt es an zu schneien? Umso besser, dann kann die Schneeballschlacht ja beginnen!


Foto: Martin Hülle, FUJIFILM X-T1 | f/5.6 | 1/850 Sek. | ISO 200 | 24mm

Grafisch

Wenn es schneit, könnt ihr isolierte Gegenstände fotografieren, die simple minimalistische Kompositionen ermöglichen, so wie ein einsamer Baum, der auf einem weiten weißen Feld steht. Am besten nehmt ihr solche Bilder in Schwarz- Weiß auf. Hierzu stellt ihr bei Fujifilm-Kameras einfach die Filmsimulationsmodi »Schwarz-Weiß« oder »ACROS« ein. Zusätzlich solltet ihr das Histogramm konsultieren, um sicherzustellen, dass der Schnee in der Aufnahme in strahlendem Weiß erscheint.


Foto: Christian Ringer, FUJIFILM GFX 50R | F/22 | 60 Sek. | ISO 100 | 100mm

Genießen Sie mehr goldene Momente

Ein Vorteil, den der Winter mit sich bringt, ist das Mehr an goldenen Stunden bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Denn im Winter müsst ihr anders als im Sommer nicht schon um vier Uhr aus den Federn, um den Sonnenaufgang zu sehen. Der findet in den meisten Regionen Nordeuropas von November bis Februar nämlich nicht vor sieben Uhr morgens statt. Außerdem bietet das Licht, das hiernach herrscht, ideale Bedingungen für Porträt-, Landschafts- und Architekturaufnahmen.


Foto: Cat Ekkelboom White – Wild Connections Photography FUJIFILM X-H1 | f/4 | 1/160 Sek. | ISO 400 | 196mm

Spielt Lockvogel

Wir möchten nicht behaupten, dass es einfach wäre, Tiere in der freien Natur zu fotografieren, aber es lässt sich mit Sicherheit sagen, dass es in den kalten Monaten zumindest einfacher ist. Denn bedingt durch das knappere Nahrungsangebot werden die Tiere bei der Futtersuche mutiger. Ihr könnt Vögel und andere Tiere in euren Garten locken, indem ihr regelmäßig Futter auslegt. Mit einem Teleobjektiv wie dem XF100- 400mm oder dem XF50-140mm mit Telekonverter könnt ihr dann Großaufnahmen von ihnen machen. Werdet aber nicht ungeduldig! Solche Aufnahmen sind ein Prozess, der sich eher über Wochen als über Tage erstrecken sollte, damit eure tierischen Besucher sich an die Anwesenheit eines Fotografen gewöhnen können. Lasst euch nicht davon entmutigen, dass ihr vermutlich nicht gleich auf Anhieb gute Ergebnisse erhaltet.


Foto: Bernd Ritschel, FUJIFILM X-T3 | f/11 | 3.7 Sek. | ISO 320 | 78mm

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