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Fotografieren leicht gemacht: verwackelte Fotos vermeiden

Egal ob Anfänger oder Fotoprofi – wirklich jeder kennt das Problem: Man kehrt von einem Shooting nachhause und einige Fotos sind einfach unscharf. Vor allem wenn die Lichtverhältnisse fürs Fotografieren schlecht sind, wie zum Beispiel in einer Bar oder einem Restaurant mit gemütlicher Beleuchtung, kommt es schnell zu unschönen Verwacklern auf Fotos. Doch du kannst diesem Problem entgegenwirken – mit folgenden Tricks.


Mit unscharfen Bildern hat wirklich schon jeder einmal zu kämpfen gehabt. Egal ob Makroaufnahme oder Porträt bei Abendlicht: Verwackler sind sehr ärgerlich, vor allem wenn man sie anschließend in der Bildbearbeitung nicht mehr korrigieren kann. Möchte man Verwackler in Zukunft vermeiden, sollte man sich zuerst mit ihrer Ursache auseinandersetzen. 

Die Gründe für unscharfe Bilder

Warum ist mein Foto überhaupt unscharf? Hier sollte zu Beginn zwischen Bewegungsunschärfe und Kamera-Erschütterung unterschieden werden. Während Bewegungsunschärfe die Objekte vor der Kamera betrifft, handelt es sich bei Verwacklern um Bewegungen der Kamera selbst. Beide Fälle können Ursachen für Unschärfe sein. 

Verwackler entstehen also, wenn die Kamera beim Auslösen nicht richtig still gehalten wird. Grund hierfür kann zum Beispiel das Zittern der Hände oder aber auch die Erschütterung durch das Klappen des Spiegels bei DSLR-Kameras sein. Doch scharfe Fotos sind kein Hexenwerk! Mit einigen wenigen Tricks kannst du das Kamerawackeln minimieren.


Die Verschlusszeit ist entscheidend

Ein wichtiges Kriterium für scharfe Ergebnisse ist die Verschlusszeit. Je kürzer diese ausfällt, desto weniger anfällig sind deine Fotos für Verwacklungen. Welche Belichtungszeit dabei für dich aus der Hand noch realisierbar ist, hängt zum einen von deinem Stand und zum anderen von deiner Brennweite ab. Denn je höher die Brennweite deines Objektivs ist, desto schwieriger wird es für dich, scharfe Fotos aus der Hand zu schießen. Das hast du vielleicht schon mal bemerkt, als du durch ein Teleobjektiv geschaut hast. Dort verändert bereits die kleinste Bewegung den gewählten Bildausschnitt.

Die Faustregel sagt, dass deine Verschlusszeit immer mindestens so kurz wie der Kehrwert deiner Brennweite sein sollte. Du verstehst nur Bahnhof? Das bedeutet, dass deine Verschlusszeit bei einer Brennweite von 50 Millimetern mindestens 1/50 Sekunden betragen sollte. Erhöhe einfach deinen ISO-Wert, um die Verschlusszeit so kurz wie möglich zu halten.


Scharfe Fotos aus der Hand

Nicht immer hat mein ein Stativ zur Hand. Hast du die Kamera dabei fest im Griff, ist das nicht weiter tragisch. Hier gibt es einige Tricks, die du dir unbedingt angewöhnen solltest. Für einen stabilen Stand stelle deine Füße hüftbreit auf. Die Kamera hältst du idealerweise in beiden Händen, während sich deine Ellbogen nah am Oberkörper befinden. Ausgestreckte Arme sind anfälliger für Verwackler. Es empfiehlt sich, immer durch den Sucher zu schauen. Denn das Anlehnen der Kamera am Kopf sorgt für zusätzliche Stabilität. Man spricht hier dann auch von einer Dreipunkt-Stabilisierung. Falls möglich, kannst du deine Ellbogen auch auf einem Untergrund wie einer Mauer auflegen oder dich an eine Hauswand lehnen.

Schalte beim Fotografieren unbedingt die Bildstabilisierung an deinem Objektiv ein. So werden kleine Erschütterungen weitgehend ausgeglichen. All diese Maßnahmen helfen aber auch nur bis zu einer gewissen Belichtungszeit. Sind deine Bilder trotzdem verwackelt, hilft nur noch ein Stativ.


Scharfe Fotos mit Stativ

Sind deine Bilder trotzdem noch verwackelt, solltest du zu einem Dreibeiner greifen. Gerade bei Langzeitbelichtungen kommst du nicht um ein Stativ herum. Fotografierst du von einem Stativ aus, solltest du den Bildstabilisator ausschalten. Lass die Mittelsäule deines Stativs am besten eingefahren. So sorgst du für maximale Stabilität. Damit du beim Auslösen der Kamera keine Erschütterung erzeugst, kannst du dir den Selbst- oder Fernauslöser zunutze machen. Bei Spiegelreflexkameras kann zudem die Spiegelvorauslösung hilfreich sein, damit die Kamera beim Hochklappen des Spiegels nicht erschüttert.

Bei schwierigen Lichtverhältnissen kann es ratsam sein, immer gleich mehrere Fotos aufnehmen. Denn kleine Verwackler werden meist erst an einem größeren Monitor sichtbar. Im Nachhinein kannst du dann am Computer beurteilen, welches deiner Bilder am schärfsten wurde. Zusätzliche Schärfe erlangst du übrigens durch Focus Stacking.


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