Wenn die Vögel singen, unsere Haut von sanften Sonnenstrahlen gewärmt wird und die Natur in tausend Farben blüht – dann sind wir wieder bereit für idyllische Ausflüge mit der Kamera. Wir haben uns diesmal etwas intensiver mit einem Klassiker unter den Frühlingsmotiven beschäftigt: Blumenwiesen. Darauf solltest du beim Fotografieren achten!

Die Blumenwiese ist für viele wohl der Inbegriff von Frühling. Und als wahres Paradies geeigneter Fotomotive, gibt es hier tatsächlich einiges zu entdecken. Von Insekten und Vögeln bis hin zu prachtvollen Blütengewändern wartet dort eine große Vielfalt fotogener Objekte. Doch wie verhindere ich, dass mein Blumenmeer fahl und langweilig aussieht? Und wie kann ich für Abwechslung in meiner Bildkomposition sorgen? Wir verraten dir, wie du anhand ein paar einfacher Kniffe im Handumdrehen strahlende Ergebnisse erhältst.

Auch die Natur schläft!

Wenn du wirklich einzigartige Fotos von Blumenwiesen machen willst, solltest du zur richtigen Zeit fotografieren. Dies gilt vor allem, wenn du Schmetterlinge und andere Insekten vor der Kameralinse haben möchtest. Dann lohnt es sich, den Wecker mal früher zu stellen und bereits zum Sonnenaufgang loszuziehen. Am frühen Morgen, sind die kleinen Krabbeltierchen noch müde von der kühlen Nacht. Du wirst erstaunt sein, wie träge und langsam sich Insekten in den Morgenstunden bewegen. Jetzt hast du genug Zeit, deine Motive zu fokussieren und kannst schön nah ran. Doch achte stets darauf, die Tiere nicht zu berühren oder zu erschrecken. Die Natur und ihre Lebewesen zu erhalten, sollte immer oberste Priorität haben. Zusätzlicher Pluspunkt: Morgens liegt oft noch Tau auf Wiesen und Feldern, was deinen Fotos einen frischen Look verleiht.


Schaffe einen Fokus!

Der häufigste Grund für langweilige Fotos von Blumenwiesen ist ein fehlender Fokus. Häufig wissen Anfängerinnen und Anfänger nicht, auf welchen Teil des Bildes sie die Aufmerksamkeit des Betrachters ziehen wollen. Überlege dir also im Voraus genau, welches Element im Mittelpunkt stehen soll. Das bedeutet nicht, dass dein Hauptmotiv immer mittig abgebildet werden muss. Versuche eher den Blick des Betrachters zu lenken und deinem Foto eine Aussage zu verleihen. Was möchtest du zeigen? Die filigranen Härchen eines Pflanzenstiels, die Adern eines Blattes oder das gesamte Blütenmeer? Hier ist das Scharfstellen deines Motivs zentral. Du kannst beispielsweise deine Blende weit öffnen. So verschwimmt der Hintergrund zu einer abstrakten, einfarbigen Fläche. Das lenkt den Blick auf die wesentlichen Bildteile. Versuche ebenso, störende Details wie Unkraut oder Spinnweben zu umgehen. Wer anfängt, sich vor dem Auslösen Gedanken zu machen, gelangt schnell vom Schnappschuss zu einem richtigen Foto.


Achte auf das Licht!

Wer glaubt, eine hübsche Blumenwiese allein sei der Schlüssel zu genialen Ergebnissen, der täuscht sich. Wie bei nahezu jedem Foto ist auch hier das Licht ein wichtiger Faktor. Entscheidest du dich für das Fotografieren zum Sonnenaufgang, sind stimmungsvolle Lichtverhältnisse sicher: Die flach einfallenden Sonnenstrahlen sorgen für leuchtende Farben und strahlende Blütenblätter. Alternativ kannst du auch am Nachmittag losziehen. Zur goldenen Stunde (eine Stunde vor Sonnenuntergang) wird die gesamte Kulisse in ein warmes, gleichmäßiges Licht getaucht. Diese Tageszeit besticht zudem mit pastellfarbenen Tönen. Weniger erfolgreich wirst du hingegen in der prallen Mittagssonne sein. Dann sorgt das senkrecht einfallende Sonnenlicht für unschöne Schlagschatten.


Denke um!

Zu guter Letzt solltest du dich mit spannenden Perspektiven vertraut machen. Hier lohnt es sich, das gewohnte Blickfeld zu verlassen. So kannst du beispielsweise einmal versuchen, deine Motive von unten abzulichten. Gänseblümchen kennen wir alle. Aber wer hat die zarten Gewächse schon mal von unten zu sehen bekommen? Verträumte Ergebnisse erzielst du auch, wenn du Blätter und Blüten direkt vor der Linse in das Bild ragen lässt. Das sorgt dann nicht nur für schöne abstrakte Flecken im Vordergrund, sondern auch für die nötige Tiefenwirkung. Auch das Einbinden deiner Hände kann dein Blumenfoto im Nu aufwerten (wie unten zum Beispiel). Sei kreativ und probiere Neues aus! So wirst du zum wahren Profi in Sachen Landschaftsfotografie.


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