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Herbst-Inspiration: Kreative Fotos von Flatlays

Prasselnder Regen an der Fensterscheibe und der Geruch von Suppe im Haus: Der Herbst hat auch bei schlechtem Wetter viele schöne Seiten. Denn gerade wenn es draußen ungemütlich wird, können wir unsere eigenen vier Wände dazu nutzen, um fotografisch kreativ zu werden. Heute zeigen wir dir, wie du herbstliche Flatlays kreierst.


Wann hast du dir das letzte Mal Zeit genommen, einen freien Nachmittag zuhause für ein kleines Fotoprojekt zu nutzen? Wenn du jetzt lange überlegen musst, ist es sicherlich zu lange her. Falls dir einfach nur Inspiration fehlt, kommt hier eine kreative Idee, die nicht nur Spaß macht, sondern auch ziemlich cool aussieht. So erstellst du herbstliche Flatlays.

Was ist ein Flatlay?

Bei einem Flatlay handelt es sich, wie der Name schon verrät, um etwas, das flach irgendwo liegt. Und nein, das sind nicht die ungewaschenen Socken zuhause oder die Katze auf dem Sofa. Meistens handelt es sich bei den Bildern um inszenierte Settings, die dabei aber ganz natürlich aussehen. Wir zeigen dir heute, worauf es bei dem Bildlook ankommt. Die deutsche Übersetzung für Flatlay lautet übrigens soviel wie Legebild. Man kennt den Look von Instagram und Pinterest. Er eignet sich hervorragend, um eine Stimmung und einen Lifestyle zu transportieren. Egal ob Mode, Reise-Gadgets oder Food-Fotografie: Flatlays sind bei Influencern und Fotokünstler*innen sehr beliebt.


Moodboard erstellen

Zuallererst solltest du ein Moodboard erstellen. Das steigert nicht nur deine Inspiration, sondern sorgt auch dafür, dass du weißt, welche Farben und Materialien schön miteinander aussehen. Ein Moodboard ist also eine Art Sammlung deiner schönsten Inspirationen. Du kannst diese Sammlung ausdrucken und analog visualisieren, oder auf Instagram oder Pinterest eine Pinnwand erstellen. Es kann sehr hilfreich sein, zu sehen, was andere Künstler*innen schon gemacht haben, um danach selbst kreativ zu werden.


2-dimensional denken

Beim Erstellen von Flatlays ist es wichtig, dass du 2-dimensional denkst. Denn der Bildlook lebt von der Vogelperspektive, für die du deine Kamera von oben senkrecht auf dein Arrangement richtest. Nicht jedes Motiv eignet sich deshalb für die Bildidee. Was ist also umsetzbar und was nicht? Gegenstände, die in die Höhe ragen, sind weniger gut geeignet als Objekte, die schon von Natur aus eher flach sind. Eine Stabkerze wird folglich weniger gut aus der Vogelperspektive wirken, wie ein Teller mit Keksen. Du solltest also schon während du deine Requisiten platzierst, die Kameraperspektive im Hinterkopf haben.


Die Requisiten

Damit dein saisonales Flatlay auch so richtig Herbst-Laune macht, solltest du natürlich die richtigen Gegenstände inszenieren. Hierbei sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du kannst dir für die Jahreszeit typische Früchte zunutze machen wie Kürbisse, Nüsse oder Äpfel. Verleihe deinem Flatlay zusätzlich noch eine persönliche Note, indem du Gegenstände mit aufnimmst, die du persönlich mit der Jahreszeit verbindest. Das kann dein Lieblingsschal oder ein schönes Buch sein. Alternativ kannst du auch deine schönsten Fotoabzüge in das Bild ragen lassen. Auch Trockenblumen oder eine Tasse Kaffee sind sehr beliebt.

Aber achte stets darauf: Manchmal ist weniger mehr! Du kannst die Requisiten sowohl gerade aneinander ausrichten als auch ungeordnet auf deinen Untergrund legen. Das hängt ganz davon ab, wie inszeniert das Ganze am Ende aussehen soll.


Der Untergrund

Der Untergrund ist im Grunde das Wichtigste an einem Flatlay, denn von ihm ist besonders viel im Bild zu sehen. Stelle dir also in jedem Fall die Frage, welchen Look du erzeugen möchtest. Hierbei ist ganz egal, ob du deine Szenerie auf deiner Bettdecke oder auf einer rauen Holzplatte aufbaust. Hauptsache du erzeugst mit deinem Setting den gewünschten Bildlook. Tischplatten aus Marmor oder Stein können ebenso besonders schön aussehen. Kombiniere die Fläche mit cremefarbenen Leinentüchern oder Papierbögen in herbstlichen Rottönen. Du kannst dich hier komplett austoben oder dich an deinem Moodboard orientieren.

Marmor ist als Untergrund hervorragend geeignet.

Das Licht

Damit dein Flatlay auch so richtig schön zur Geltung kommt, ist natürlich wie immer das Licht entscheidend. Besonders eignet sich hier weiches Tageslicht in der Nähe eines Fensters. Gerade an bewölkten Tagen wirkt diese Lichtquelle wie eine Softbox, die deine Szenerie sanft ausleuchtet. Möchtest du hingegen etwas mehr Lichtstimmung, kannst du dir auch direkt einfallendes Sonnenlicht zunutze machen. Gerade das goldene Licht der Abendsonne erzeugt spannende Schatten, die Trockenblumen und Textilien eine besondere Struktur verleihen.


Die Kameraeinstellungen

Sorge beim Fotografieren dafür, dass du mit deiner Kamera deutlich über dem Flatlay stehst. Nur so kannst du die Kamera senkrecht auf deine Motive richten. Stelle dich einfach bei Bedarf auf eine kleine Leiter oder einen Stuhl. Wir empfehlen eine Blende von f/4 und eine ausreichend kurze Verschlusszeit für scharfe Ergebnisse ohne Verwackler.

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