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Herbstliche Makros leicht gemacht

Herbstliche Makros leicht gemacht

Wir lieben den Herbst! Denn wenn sich die Bäume um uns herum in ein buntes Naturschauspiel verwandeln, finden sich unzählige tolle Fotomotive. Vor allem Nahaufnahmen von kleinen Blättern oder Pilzen sind besonders beliebt. Wir zeigen dir, wie du herbstliche Makros kreieren kannst.


Möchtest du herbstliche Makros machen, solltest du dich vorab damit auseinandersetzen, welche Dinge du eigentlich mit der Jahreszeit verbindest. Das kann nämlich ganz individuell sein: Manche verbinden vielleicht raschelnde Laub-Spaziergänge mit dem Herbst und andere verregnete Nachmittage. So oder so: Motive für Makrofotos finden sich fast überall.

Farben als Gestaltungsmittel

In der Makrofotografie geht es darum, kleine Dinge ganz groß zu zeigen. Dabei ist es egal, ob es sich um Pilze, Kastanien oder Zapfen handelt. Um eine herbstliche Stimmung zu erzeugen, kannst du auf typische Farben wie Orange, Rot und Braun zurückgreifen. Das gelingt, indem man die Farben zum Beispiel über Gegenstände in das Foto integriert. Alternativ ist aber auch das richtige Licht in der Lage, deine Aufnahme in Rottöne zu tauchen. Ziehe dafür zum Sonnenauf- oder untergang los und mache dir das Licht der Goldenen Stunde zunutze. 

Eine gute Komposition finden

Auch bei Makros solltest du dich unbedingt mit der Bildkomposition auseinandersetzen. Denn sie ist die halbe Miete auf dem Weg zu einzigartigen Shots. Entscheide dich für ein Element, das du in den Fokus stellen willst. Bei Makros gilt: Weniger ist mehr! Achte deshalb darauf, störende Elemente im Hintergrund zu vermeiden. Dadurch stellst du sicher, dass der Blick auf die wesentlichen Dinge gelenkt wird.

Schalte nun das Hilfsgitter deines Kameradisplays ein. Platziere dein Motiv statt in der Bildmitte eher dort, wo sich die Linien des Gitters treffen. Das gibt deinem Objekt mehr Aussagekraft und sorgt für eine ausgeglichene Bildwirkung. Du kannst dir außerdem vorherrschende Linien und Strukturen zunutze machen, indem du diese in den Fokus rückst. Stiele und Zweige funktionieren dann wie Leitlinien, die dem Blick eine Richtung geben. 

Die Kamera richtig einstellen

Damit dein Makrofoto so richtig gut zur Geltung kommt, ist die richtige Kamera-Einstellung entscheidend. Am besten du verwendest ein Tele- oder Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 80mm oder mehr. Mit ihnen kannst du schön nah an dein Motiv heran. Öffne zunächst die Blende so weit wie möglich. Je offener die Blende (also je kleiner die Blendenzahl), desto unschärfer wird der Hintergrund gezeichnet. Bei Werten von f/2.0 oder kleiner wird dein Motiv so richtig schön vom Hintergrund freigestellt. Auf diese Weise kannst du umliegendes Laub in eine orange-rote Fläche verwandeln.

ISO solltest du so klein wie möglich halten, um Bildrauschen zu vermeiden. Im Herbst ist es allerdings oft ein bisschen dunkler als im Sommer, gerade im Wald. Dann kannst du ISO auch ein wenig höher stellen.

Positioniere deine Kamera am besten auf ein Stativ. So kannst du auch bei längeren Belichtungszeiten sicherstellen, dass alles scharf wird. Jetzt kannst du dein Hauptmotiv fokussieren. Verwende am besten den manuellen Fokus. Dann hast du die maximale Kontrolle über deinen Schärfepunkt.

Das Auslösen ist in der Makrofotografie mehr als nur das Drücken eines Knopfes. Denn die Nahaufnahmen sind sehr anfällig für Verwackler. Mit diesen kleinen Tricks kannst du das Auslösen so ruhig wie möglich gestalten: Schalte zunächst den Bildstabilisator aus. Sorge bei Spiegelreflexkameras zudem dafür, dass die Vorauslösung des Blitzes eingeschaltet ist. Das Hochklappen des Blitzes sorgt nämlich sonst für eine störende Erschütterung am Gehäuse.

Jetzt bist du bereit zum Auslösen. Am besten nutzt du dafür den Selbstauslöser oder die Fernauslösung am Handy. So kannst du dir sicher sein, dass dein Foto am Ende knackscharf ist. Mach am besten mehrere Aufnahmen, sodass du am großen Bildschirm zuhause entscheiden kannst, welches dein bestes Resultat ist.

Herbstliche Bildbearbeitung

Über die Bildbearbeitung kannst du deiner Nahaufnahme von Kastanien, Blättern und Co. noch den letzten Schliff verpassen. Damit dein Foto richtig schön herbstlich wirkt, kannst du den Weißabgleich etwas wärmer stellen. Der rötliche Look passt perfekt zum Herbst.

Um die farbigen Blätter noch satter wirken zu lassen, kannst du den Grüntönen eher einen Gelbstich verleihen. Das gelingt zum Beispiel auf Lightroom, indem du unter “Farbe” den Regler für den Farbton nach links ziehst. Makros wirken noch knackiger, wenn man sie zudem etwas schärft. Hier solltest du allerdings nur minimal nachhelfen, da das Foto sonst schnell unnatürlich wirkt.


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