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Herbstwald perfekt in Szene setzen

Wenn wir an einen Waldspaziergang im Herbst denken, kommen uns direkt rötliche Farben, buntes Laub und eine einzigartige goldene Lichtstimmung in den Kopf. Eine Foto-Tour im Wald kann im Herbst für ganz besondere Resultate sorgen. Wie du dynamische Bilder mit nach Hause bringst, verraten wir dir jetzt!


Besonders im Wald fällt es Foto-Einsteigerinnen und -Einsteigern häufig schwer, spannende Fotos aufzunehmen. Kein Wunder: Die baumreiche Umgebung stellt uns vor einige Herausforderungen. Dichte Blätterdächer sorgen für anspruchsvolle Lichtbedingungen und bei dem wilden Gestrüpp fällt es oft schwer, eine ausgewogene Bildkomposition zu erzeugen. Doch das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! Mit diesen Tricks machst du herbstliche Fotos im Wald.

Eine Frage des Equipments

Wer schon mal einen zu schweren Fotorucksack auf einem Wanderausflug mit sich herumgetragen hat, wird den Fehler voraussichtlich nicht wieder machen. Es lohnt sich deshalb, sich von Vornherein nur auf das nötigste Equipment zu beschränken. Entscheide dich für dein lichtstärkstes Objektiv (zum Beispiel eine 35 mm oder 50 mm Festbrennweite) und ein leichtes Reisestativ. Denn egal wohin die Reise geht: Du solltest deinen Körper nicht unnötig belasten. Im Idealfall hat deine Blende eine Blendenstufe von f/1.8 oder kleiner. Hier gilt: Je lichtstärker desto besser.


Die richtige Tageszeit

Es gibt eine Sache in der Fotografie, die wichtiger ist als jede Bildkomposition, wichtiger als Schärfe und Fokus und wichtiger als jede fotogene Kulisse: die Rede ist von Licht. Von ihm hängt ab, welche Atmosphäre in einem Foto herrscht und welche Stimmung es transportiert. Die schönsten Waldfotos entstehen deshalb am frühen Morgen oder Abend. Zu dieser Zeit findest du sanftes Seitenlicht, das Blätter so richtig zum Leuchten bringt und Bäume perfekt in Szene setzt. Am Morgen gibt es mit etwas Glück sogar mystischen Morgennebel. Du kannst mit einer App im Voraus planen, wann die Sonne wie in deine Kulisse scheint (z.B. Sun Surveyor).


Die richtige Kameraeinstellung finden

Im Wald ist es meistens dunkel, da Bäume und Täler das Licht abschirmen. Hier solltest du dir deshalb offene Blenden, hohe ISO-Zahlen und längere Verschlusszeiten zunutze machen. Denke aus diesem Grund unbedingt an ein Stativ. Gerade bei Aufnahmen von Wasserfällen oder Bächen gelingen dir mit dem Dreibeiner scharfe Ergebnisse mit toller Bewegungsunschärfe. Offene Blenden sorgen zudem für eine geheimnisvolle Hintergrund- oder Vordergrundunschärfe. Das kann dir in Sachen Komposition sehr zugute kommen. Was den ISO-Wert betrifft, solltest du aber stets darauf achten, dass dieser so gering wie möglich eingestellt ist, da ein zu hoher ISO-Wert für unschönes Bildrauschen sorgt. 


Motive perfekt inszenieren

Im Herbst gibt es jede Menge schöner Fotomotive zu finden, für die sich ein Shooting im Wald lohnt. Steinpilze, Beeren und buntes Laub sorgen für Abwechslung vor der Linse. Frage dich zu Beginn, was du genau zeigen willst. So vermeidest du, dass unruhige Details deinen Bildlook stören. Stattdessen solltest du versuchen, dein Hauptmotiv kreativ in Szene zu setzen. Ich liebe beispielsweise den Einsatz der Drittel-Regel, die eine ausgewogene Blickerfahrung erzeugt. Hierfür musst du einfach dein Motiv nach einem Drittel statt in der Bildmitte platzieren. Du wirst erstaunt sein, wie das Ganze gleich viel spannender wirkt.

Versuche auch mal mithilfe der Bildkomposition Tiefe zu erzeugen. Das geht zum Beispiel, indem du Sträucher und Blätter im Vordergrund von der Seite ins Bild hineinragen lässt. Auf diese Weise entsteht eine Art natürliche Rahmung, die sehr aufregend wirken kann. Alternativ kannst du dir auch leitende Linien zunutze machen, die in den Bildmittelpunkt führen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Wege, Bahngleise und Bäche.


Herbstliche Farben hervorheben

Mit Herbst verbinden viele von uns eine ganz besondere Lichtstimmung und Farbgebung. Damit dein Foto diese goldene Stimmung wiedergibt, kannst du über Lightroom oder Photoshop etwas nachhelfen. Herbstwälder sind extrem bunte Fotomotive, weshalb du die Farben in der Bildbearbeitung weiter hervorheben kannst. Zuerst solltest du in den Einstellungen für den Weißabgleich die Farbtemperatur etwas wärmer stellen. Damit erzeugst du ein goldenes Licht, das perfekt zu herbstlichen Aufnahmen passt. Anschließend kannst du die Grüntöne auswählen und dort eher die gelben Pigmente verstärken. Dadurch wird der herbstliche Look des Laubs hervorgehoben und dein Wald wirkt noch wärmer.


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