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Kreative Indoor-Projekte für graue Wintertage

Kreative Indoor-Projekte für graue Wintertage

Wenn es draußen kalt und nass ist, hat man nicht immer Lust zum Fotografieren vor die Türe zu gehen. Zum Glück bedeutet dies jedoch nicht, dass du deine Kamera in den Winterschlaf versetzen musst. Nutze die grauen Wintertage stattdessen, um in den eigenen vier Wänden schöne Bilder auf den Sensor deiner Kamera zu bannen. Wir stellen dir 4 Fotoprojekte für zu Hause vor, die du mit einfachsten Mitteln umsetzen kannst und dich bestenfalls zu eigenen Motiven inspirieren!

Projekt 1: Kreative Food-Aufnahme

Wer gern Weihnachtsplätzchen backt oder aufwendig kocht, kennt es: Man steckt viel Mühe und Liebe in die Leckereien und im Nullkommanichts sind sie auch schon verputzt. Mit diesem Fotoprojekt versüßt du dir nicht nur einen grauen Wintertag, sondern hältst deine Backkünste auch noch kreativ im Bild fest. Um Essen und Trinken stimmungsvoll in Szene zu setzen, eignet sich weiches Tageslicht besonders gut. Suche dir also einen Platz in der Nähe eines Fensters, um die Leckereien, die du fotografieren möchtest, mit sanftem Seitenlicht auszuleuchten. Als Unterlage wurde hier ein Holztisch verwendet. Setze bei der Farbe der Unterlage entweder wie hier auf Harmonie oder erzeuge einen reizvollen Farbkontrast. Überlege dir zudem aus welcher Perspektive du fotografieren möchtest – hier kam die Vogelperspektive zum Einsatz, um eine flächige Wirkung zu erzielen – und richte das Essen nun in einer schönen Komposition an. Ein Stativ ist zum Fotografien nicht unbedingt notwendig, kann dir den Weg zum perfekten Bildaufbau jedoch erleichtern. So musst du die Kamera nicht immer wieder ablegen, wenn du etwas verändern möchtest und siehst über den Live-View ganz genau, was sich im Bildausschnitt befindet und was nicht. Zudem ermöglicht das Stativ dir, den ISO-Wert auch bei geringem Lichteinfall so niedrig wie möglich zu halten und die Belichtungszeit ohne Angst vor möglichen Verwacklern zu erhöhen.


Projekt 2: Stimmungsvolle Kinderporträts in Schwarzweiß

Bald stehen die Weihnachtstage vor der Tür und man verbringt viel Zeit im Kreis seiner Liebsten. Eine gute Möglichkeit also, um zum Beispiel deine Kinder in entspannter Atmosphäre zu porträtieren – denn mit Ruhe und viel Zeit entstehen die schönsten und natürlichsten Porträtaufnahmen. Beobachte die Person, die du fotografieren möchtest einfach eine Weile in ihrem natürlichen Verhalten und mache immer wieder ein Bild. Öffne die Blende dafür weit, um den Fokus auf ihr Gesicht zu setzen und die unruhige Umgebung in sanfte Unschärfe zu verwandeln. Meist verlangen die Lichtverhältnisse in Innenräumen einen erhöhten ISO-Wert, um scharfe Bilder einzufangen. Dies macht jedoch nichts. Ganz im Gegenteil: Bei dieser Aufnahme verleiht das leichte Rauschen dem Bild eine analog anmutende Wirkung – die durch das Umwandeln der Aufnahme in Schwarzweiß nochmals verstärkt wird. Zudem schenkt die Reduktion der Farben dem Bild Ruhe und der Fokus wird auf das Wesentliche im Bild, das Gesicht des Mädchens, gelegt.


Projekt 3: Kleines ganz groß

Schnapp dir ein besonderes Stück aus der Weihnachtsdeko oder der Spielzeugkiste deiner Kinder, und versuche dich an diesem Fotoprojekt: Hierbei wird ein kleiner Gegenstand so in Szene gesetzt als wäre er ganz groß! Um einen wahrheitsgetreuen Eindruck zu vermitteln, kommt es hierbei vor allem auf die Wahl der Perspektive, der Schärfentiefe und Lichtstimmung an. Nutze ein möglichst lichtstarkes Objektiv und öffne die Blende so weit wie möglich, um einen butterweichen Hintergrund zu erzeugen und das Motiv klar vom Hintergrund abzuheben. In unserem Bildbeispiel wurde eine Brennweite von 85mm verwendet und das Motiv im starken Gegenlicht bei Blende f2,0 eingefangen. Der Untergrund besitzt eine Struktur, die an Asphalt erinnert und vermittelt in Kombination mit dem Gegenlicht einen nahezu realistischen Eindruck. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass es sich bei dem Auto eigentlich um ein Miniaturmodell handelt.


Projekt 4: Tanzende Rauchschwaden

Um aufsteigende Rauchschwaden in sanfter Bewegung einzufangen, benötigst du folgende Ausrüstung: einen dunklen Hintergrund (Tischdecke, Pappe oder ähnliches), ein Räucherstäbchen mit Halterung, ein Kamerastativ, eine starke Lampe sowie farbige Plastikfolien. Platziere das Räucherstäbchen nun mit reichlich Entfernung zu dem dunklen Hintergrund und daneben die Lampe. Wichtig: Das Licht sollte nicht auf den Hintergrund gerichtet sein, sondern den Rauch von der Seite zum Leuchten bringen. Der Raum indem du fotografierst, ist ansonsten komplett abgedunkelt. Platziere die Kamera auf einem Stativ, setze die Blende auf einen Wert zwischen f5,6 und f10 und wähle einen relativ niedrigen ISO-Wert, um das Bildrauschen in dem schwarzen Hintergrund möglichst gering zu halten. In Sachen Verschlusszeit gilt: Umso länger du belichtest, desto verschwommener wird der Rauch abgebildet. Mache eine Testaufnahme und passe die Einstellungen gegebenenfalls nochmal an. Bei dieser Aufnahme wurde die Bewegung des Rauchs mit einer Belichtungszeit von 1/250 s eingefroren. Mit Hilfe der Plastikfolien kannst du dem Rauch nun noch eine Farbe oder sogar einen Farbverlauf verleihen. Dafür positionierst du Folien einfach zwischen Lichtquelle und Motiv. Achte hierbei darauf, dass sie nicht heiß werden. Mit einem Fächer oder der Hand kannst du den Rauch nun noch mit einem leichten Windstoß zum Tanzen bringen.

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