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Mit diesen 4 Tricks erstellst du magische Schwarzweiß-Fotos

Häufig sehen Schwarzweiß-Fotos einfach besser aus. Aber nicht jede Komposition eignet sich für den Bildlook. Du willst eine magische Stimmung in Schwarzweiß kreieren? Dann solltest du unbedingt die folgenden 4 Tricks kennen.


Was ursprünglich aus der analogen Welt stammt, hat sich schon längst in der digitalen Fotografie etabliert. Die Rede ist von der Schwarzweiß-Fotografie. Egal ob Reportage, Porträt oder Street-Foto: Schwarzweiß kann dazu beitragen, dass deine Fotos noch mehr Stimmung transportieren als in Farbe. Wenn du jetzt noch diese 4 kleinen Tricks beachtest, kreierst du Fotos, die deine Betrachter*innen regelrecht fesseln.

Was passiert eigentlich mit den Farben?

Entwickeln wir aus einem Farbfoto ein Schwarzweiß-Bild, dann werden die Farbwerte in Helligkeitswerte umgewandelt (also in Schwarz und Weiß und alle Grautöne dazwischen). Obwohl man sie am Ende gar nicht sieht, spielen die Farben unserer Umgebung in der Schwarzweiß-Konvertierung eine wesentliche Rolle. Denn wie ein Schwarzweiß-Foto am Ende aussieht und wirkt, hängt davon ab, welche Farben im Bild vertreten sind. Stark gesättigte Farben wie Blau, Grün und Rot werden beispielsweise dunkler dargestellt als blassere Farbtöne. Das kann man sich auch in der Nachbearbeitung später zunutze machen, um schöne Kontraste herauszuarbeiten. Aber genug mit theoretischem Knowhow – hier kommen 4 praktische Tricks!

1. In der Ruhe liegt die Kraft

Eine ausgeglichene Bildkomposition ist in jedem Fotogenre das A und O. In der Schwarzweiß-Fotografie heißt das konkret: Beschränke dich! Das bringt Ruhe in deine Aufnahme und sorgt so für eine angenehme Bildwirkung. Fotografierst du beispielsweise ein Porträt oder eine Blüte, solltest du darauf achten, dass du den Hintergrund ruhig hältst. Verzichte auf kleingliedrige Details wie ein unaufgeräumtes Bücherregal im Hintergrund oder wucherndes Unkraut. Suche dir ein bestimmtes Motiv und versuche dieses optimal in Szene zu setzen. Das kann bedeuten, dass du einen kleineren Ausschnitt wählst oder die Blende deiner Kamera öffnest, um den Hintergrund in eine unscharfe Fläche zu verwandeln. So machst du Fotos mit schöner Hintergrundunschärfe. Auf diese Weise sorgst du dafür, dass die Aufmerksamkeit ganz allein auf deinem Hauptmotiv liegt.


2. Licht und Schatten

Schwarzweiß ist dazu in der Lage, den Blick der Betrachter*innen ganz auf die Lichtführung und Komposition zu lenken. Denn es gibt keine störenden Farben, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Lass deine Schwarzweiß-Fotos davon so richtig profitieren und baue bewusst Licht und Schatten in deine Komposition ein. Du könntest beispielsweise am Nachmittag fotografieren, wenn die tiefstehende Sonne für atmosphärisches Seitenlicht sorgt. Alternativ kannst du versuchen, deinem Foto durch Schatten von Gegenständen Struktur zu verleihen. Hierzu eignet sich zum Beispiel eine Jalousie, ein Gartenzaun, die Blätter einer Pflanze oder der Schatten eines vorbeifahrenden Radfahrers. Deiner Kreativität sind hier aber keine Grenzen gesetzt. Du wirst überrascht sein, wie Licht und Schatten in deiner Schwarzweiß-Fotografie für Spannung sorgen.


3. Linien einbauen

Ein weiteres Gestaltungsmerkmal in der Schwarzweiß-Fotografie sind leitende Linien. Dabei handelt es sich, wie der Name schon verrät, um Linien oder Spuren, die sich durch das Bild schlängeln und dabei der menschlichen Wahrnehmung eine Richtung geben. Auf diese Weise verleihst du deiner gesamten Aufnahme noch mehr Struktur und Aussagekraft. Der Betrachter fühlt sich dann nämlich regelrecht in die Komposition hineingezogen. Achte jedoch darauf, dass die Wahrnehmung klar geführt wird. Der Blick sollte nicht wahllos durch das Bild irren. Stattdessen führst du durch deine Bildkomposition hin zum Hauptmotiv. Du fragst dich jetzt sicherlich, wo man solche Linien findet? Eigentlich gibt es bei fast allen Motiven Linien und Kanten, die man als Leitlinien einsetzen kann. Vom Geländer einer Brücke bis zum Stiel eines Gänseblümchens: Du hast hier unendlich viele Möglichkeiten.


4. Längere Belichtungszeiten

Einzigartige Schwarzweiß-Fotos schaffst du außerdem mit etwas längeren Verschlusszeiten. Das Ergebnis ist eine stimmungsvolle Bewegungsunschärfe. Diese Form der Inszenierung mag vielleicht technisch alles andere als perfekt sein, ist jedoch dazu in der Lage, das Leben und das Gefühl einer Szene einzufangen. Der verschwommene Look sorgt gerade in der Schwarzweiß-Fotografie für das Gefühl, die Situation direkt mitzuerleben. Das verleiht deinen Fotos etwas Dokumentarisches und damit einen ganz eigenen Reiz.


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