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Perfekte Fotos bei Wind und Wetter

Ist dir auch schonmal aufgefallen, dass die spektakulärsten Landschaftsfotos gar keinen blauen Himmel haben? Wind und Wetter sind dazu in der Lage, deinen Fotos eine ganz besondere Stimmung zu verleihen. Wir verraten dir, wie du dir schlechtes Wetter zunutze machst und einzigartige Aufnahmen kreierst.


Die grauen Wintermonate stehen vor der Tür und das Wetter wird wieder trüb und regnerisch. Für viele bedeutet das: Die Kamera macht Winterschlaf. Doch Niederschlag und Kälte sind kein Grund, das Equipment im Schrank verstauben zu lassen. Im Gegenteil! Aufnahmen bei schlechtem Wetter sind meist viel dynamischer und spannender als Schönwetterfotos.

Wolken, Wind, Wetter

Egal ob geheimnisvoller Nebel oder dramatische Wolken: Schlechtes Wetter bietet jede Menge Möglichkeiten, geniale Fotos zu machen. Also, ran an die Kamera und kreativ werden! Werde zum Beispiel zur Beobachterin oder zum Beobachter deiner Umwelt und fotografiere Passanten, die versuchen, dem schlechten Wetter zu entkommen. Jetzt gibt es viele spannende Motive, die eine ganz eigene Stimmung transportieren.


Geheimnisvoller Nebel

Auch Nebel kann deine Landschaft total aufwerten. Er verleiht Feldern und Wäldern einen mystischen Look, den man bei Sonnenschein niemals erzeugen könnte. Um die besondere Atmosphäre einzufangen, braucht es nur etwas Planung und Glück. Es kann sehr hilfreich sein, regelmäßig einen Blick auf den Wetterbericht zu werfen. Hier kommen die Temperaturen ins Spiel! Ziehe unbedingt am frühen Morgen los, um tiefstehende Nebelschwaden einzufangen. Von einem etwas erhöhten Standpunkt aus gelingen märchenhafte Aufnahmen. Du solltest unbedingt manuell fokussieren, da der Autofokus aufgrund des niedrigen Kontrasts Schwierigkeiten hat, einen Fokuspunkt zu finden.


Spiegelungen in Pfützen

Besonder schön sind Spiegelungen in Pfützen. Halte hierfür einfach Ausschau nach größeren, glatten Wasserlachen. Diese kannst du nutzen, um umliegende Bäume, Häuser oder Straßenlaternen zu spiegeln. Meist kommt die Spiegelung aus einer bodennahen Perspektive am besten zur Geltung. Fokussiere nun das Spiegelbild. Dieser Bildloook sorgt für eine perfekte Symmetrie, die den Blick fesselt.


Dramatische Wolken

Nach Gewittern und kräftigen Regenschauern kannst du losziehen und dramatische Wolkenforos machen. Vor allem, wenn das Wetter plötzlich umschlägt, ist der Blick in den Himmel sehr spannend. Der Mix von dunklen Wolken und hellen Akzenten der Sonne sorgt für mehr Kontrast im Bild und eine sonderbare Lichtstimmung. Fotografiere jetzt unbedingt im RAW-Modus, um in der anschließenden Bildbearbeitung sehr helle und dunkle Bereiche im Bild anpassen zu können. Du wirst erstaunt sein, wieviel spannender deine Landschaften mit dynamischen Wolkenformationen wirken.


Regen kann wunderschön sein

Auch Regentropfen können dein Shooting aufwerten. Sie sorgen für einen frischen Look bei Makrofotos oder für verträumte Ergebnisse auf Fensterscheiben. Regen sieht vor allem im Gegenlicht bezaubernd aus. Dann kommen die Tropfen so richtig schön zur Geltung. Achte aber stets darauf, deine Kamera vor Wasser zu schützen. Falls dein Gerät nicht vor Spritzwasser geschützt ist, bietet sich ein Regencape an. Dasselbe gilt übrigens für deine Kleidung.

Möchtest du den Regen stattdessen in dynamische Schleier verwandeln, solltest du immer ein Stativ in der Tasche haben. Denn hierfür ist eine etwas längere Belichtungszeit vonnöten. Scheue dich nicht vor etwas Bewegungsunschärfe – das lässt dein Bild noch mystischer wirken. Ist der Regen stark, solltest du außerdem manuell fokussieren. Damit gehst du auf Nummer sicher.


Der Reiz minimalistischer Fotos

Fotos bei schlechtem Wetter wirken häufig unruhig. Das liegt daran, dass sie oft unkonzentriert und unüberlegt entstehen. Nimm dir trotz dem kalten Nass Zeit, um dich mit dem Bildaufbau auseinanderzusetzen. Deine Ergebnisse werden es dir danken. Besonders schön wirken minimalistische Schlechtwetterfotos. Lass hierzu Elemente im grauen Dunst verschwinden und konzentriere dich auf ein Motiv, das sich vom Hintergrund abhebt. Das kann beispielsweise die Silhouette eines Baumes oder ins Nichts verlaufende Bahngleise sein. Alternativ kannst du mit einer weit geöffneten Blende den Hintergrund in Unschärfe tauchen. Auf diese Weise schaffst du minimalistische Bildkompositionen mit einem bewussten Fokus. Das wirkt wiederum ruhig und ausgeglichen auf deine Betrachter*innen.

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