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So fotografierst du Weingläser mit dunklem Hintergrund

So fotografierst du Weingläser mit dunklem Hintergrund

Joachim Fredel

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Gerade in der Still-Life-Fotografie ist das Fotografieren von transparenten und spiegelnden Gegenständen und Produkten eine knifflige Angelegenheit. Wer schon mal versucht hat, einfach so ein Weinglas zu fotografieren, hat sich sicherlich über störende Lichtreflexe und Reflexionen geärgert. In diesem Artikel verraten wir dir, wie dir produktreife und professionelle Fotos von Weingläsern mit dunklem Hintergrund gelingen. 

Bevor du dich auf das Fotografieren der Gläser stürzt, musst du zuerst einmal die wichtigste Regel beachten: Nur saubere Gläser lassen sich gut fotografieren! Putze also deine zu fotografierenden Weingläser erstmal gründlich, sonst kommst du beim Nachbearbeiten und Retuschieren in Teufels Küche! Staub und Fingerabdrücke vermeidest du, indem du Handschuhe trägst und ein fusselfreies Tuch benutzt.

Dein benötigtes Equipment:

  • Kamera
  • Kit-Objektiv
  • Polfilter
  • Aufsteckblitz & Funkauslöser
  • Softbox
  • Acrylglasplatte

Um jetzt professionell wirkende Still-Life- und Produktfotos zu schießen, musst du kein Studio, samt Ausrüstung, von einem Profi zu mieten. Was brauchst du also jetzt alles?

Als erstes brauchst du natürlich eine Kamera. An das angeschlossene Objektiv werden keine besonderen Ansprüche gestellt, Hauptsache es stellt euer Motiv scharf dar – Es reicht beispielsweise auch, wenn du ein Kit-Objektiv nimmst. Um später beim Fotografieren weitere Reflektionen aus dem Glas zu nehmen, solltest du einen Polfilter nutzen. Als nächstes benötigst du einen Aufsteckblitz samt Funkauslöser, um diesen synchron mit deiner Kamera zu bedienen. Deinen Blitz verbindest du nun mit einer Softbox. Die Softbox dient dazu, dass kein hartes Licht auf das Motiv fällt und die Konturen weich sind. Zur Not geht es auch ohne, aber die besseren Ergebnisse erzielst du mit eben jenem Lichtformer. Ein weiteres wichtiges Utensil wäre etwas zum Abschatten. Dies kann beispielsweise einfache schwarze, weiße oder anders farbige Bastelpappe sein, die du so zurechtschneidest, dass sie etwas größer als das Motiv sind. Schlussendlich solltest du als Untergrund eine Acrylglasplatte verwenden, denn diese reflektiert das Weinglas und erzielt einen schönen Effekt.

So setzt du das Motiv um:

Platziere dein Weinglas mittig auf deiner Acrylglasplatte. Stelle nochmals sicher, dass sowohl die Platte als auch das Weinglas frei von Staub und Fingerabdrücke sind. Hinter dem Motiv steht die Blitzkonstruktion mit der Softbox.

Wenn du jetzt drauf los fotografieren würdest, wäre dein Bild durch das Licht von hinten komplett überbelichtet. Da du nur die feinen Konturen deines Glases beleuchtet haben möchtest, kommen nun die Abschatter in Spiel. Stelle einen davon zwischen dem Blitz und Weinglas. Um weitere unerwünschte Reflexionen zu reduzieren, platzierst du zwei weitere Abschatter jeweils an die Seiten des Glases. Diese betonen das Glas auch noch einmal besser! Deine Kamera montierst du abschließend, auf gleicher Höhe, vor dem gesamten Set auf dein Stativ.

Die Kameraeinstellungen

Für so ein Setting solltest du grundsätzlich im M-Modus (Manueller Modus) fotografieren. Denk daran, dass du bei Stativnutzung den Bildstabilisator deines Objektivs deaktivieren solltest. Außerdem solltest du manuell zu fokussieren – Nutze dafür den Live View deiner Kamera und nutze die Lupenfunktion um den Rand des Weinglases scharf zu stellen. 

Die Verschlusszeit stimmst du mit der Blitzleistung deines Aufsteckblitzes ab. Wir empfehlen dir hier, die Blende geschlossen zu lassen (große „f-Zahl“ – etwa f/8 oder f/9), damit das Motiv eine hohe Schärfentiefe aufweist. 

Wir raten wir dir, wie immer, zum Auslösen den 2-sec Verzögerungs-Modus oder einen Fernauslöser zu benutzen, um Verwackeln zu vermeiden. Prüfe, wie immer, nach den ersten Bildern ob die Komposition, Licht und Schärfe des Motivs stimmen und korrigiere gegebenenfalls. Vergiss nicht deinen Polfilter: Korrigiere die Reflexionen in deinem Motiv, indem du den Polfilter gegen den Uhrzeigersinn drehst.

Fertig! – Mit ein wenig Basteln und Üben hast du nun professionell aussehende Bilder von Weingläsern. Das Schöne an diesem Aufbau ist, du kannst auch es für jedes andere Glas benutzen. Viel Spaß und Erfolg bei deinen Fotos!

WIE GUT FINDEST DU DAS REZEPT?

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