Du liest gerade
So gelingen magische Fotos vom Frühlingserwachen

So gelingen magische Fotos vom Frühlingserwachen

Wenn die Vögel wieder singen und die Tage länger werden, heißt es Kamera einstecken und ab ins Freie. Denn was gibt es Schöneres als das Erwachen der Natur nach fünf grauen und tristen Wintermonaten? Wir zeigen dir, wie du deine Fotos vom Frühlingserwachen so richtig zum Strahlen bringst.


Der Frühling steht vor der Tür. Während Wiesen und Wälder in den letzten Monaten alles andere als abwechslungsreich waren, verändert sich die Natur nun täglich. Das bedeutet für uns Hobby-Fotografinnen und -Fotografen einen großen Reichtum an einzigartigen Fotomotiven. Egal ob Blütenknospen oder sprießende Blätter: Wer sich im März und April auf Fotoexkursion in die Natur begibt, wird mit magischen Aufnahmen belohnt.

Es ist natürlich hilfreich, die Blütezeiten der Frühlingsboten zu kennen. Dann kannst du ungefähr abschätzen, wann dich welche Motive erwarten. Im März wirst du mit sprießenden Schneeglöckchen, Narzissen und Krokussen fündig. Später folgen Tulpen, Veilchen und Rosen. Auch Knospen an Bäumen und Sträuchern können spannende Fotomotive abgeben. Du kannst dir als Inspiration ein Frühlings-Moodboard auf Instagram oder Pinterest erstellen. Das ist im Grunde nichts anderes, als eine Sammlung schöner Bilder, die dich inspirieren. Solche Sammlungen können wahre Wunder bewirken in Sachen Motivation und Inspiration. Schließlich setzt dein Frühlingsshooting voraus, dass du überhaupt erst das Haus verlässt und Ideen im Kopf hast. 


Offen sein für Neues

Ein Moodboard pusht deine Foto-Motivation und soll deine Kreativität anregen. Bei Frühlingsfotos im März gilt jedoch: Du solltest flexibel bleiben. Denn nicht überall ist die Vielfalt gleich. Auch die Witterungen entscheiden darüber, wann du welche Pflanzen findest. Der erste Tipp für magische Frühlingsfotos lautet also: Sei offen für Neues! Wer die Augen nach kleinen Überraschungen offen hält und spontan sieht, was sich so vor der Linse befindet, wird tausende Motive entdecken. Hier solltest du genau hinsehen, da die schönsten Frühlingsboten manchmal ganz klein und unscheinbar sind. Doch ein passendes Motiv ist nur die halbe Miete, wenn du besondere Aufnahmen kreieren willst.


Bildkompositionen die verzaubern

Am schönsten wirken Blumen und Knospen, wenn du nah mit der Kamera an sie herangehst. Die besten Voraussetzungen bieten hier große Brennweiten von 80 – 200 Millimetern. Mit solchen Teleobjektiven kannst du die kleinsten Details ganz groß zeigen und eine spannende Bildsprache erzeugen. Doch auch die Perspektive ist entscheidend. Gerade Einsteigerinnen und Einsteiger neigen dazu, Blumen aus der Vogelperspektive zu zeigen. Dadurch wirken die kleinen Pflanzen aber flach und langweilig. Nutze stattdessen lieber eine Perspektive, die sich von deinem gewohnten Blick abhebt. Zum Beispiel aus der Froschperspektive – dann sehen zarte Blümchen einfach umwerfend aus!

Aus der Froschperspektive sehen Blumen einfach umwerfend aus.

Der passende Moment

Auch der richtige Zeitpunkt kann deine Fotos nochmal auf ein komplett neues Level heben. Bei Dämmerung herrschen tolle Lichtverhältnisse, bei denen man märchenhafte Bildwelten erzeugen kann. Warmes Gegenlicht kann die Stimmung dieser neuen Jahreszeit besonders zum Ausdruck bringen. Doch auch bei Tageslicht können magische Fotos entstehen. Achte jedoch darauf, dass es draußen nicht zu windig ist, da sonst Bewegungsunschärfe deinen Bildlook stört. Und noch ein kleiner Geheimtipp: Auf Entdeckungsreise nach einem Regenschauer kannst du dich über Pflanzen und Blüten mit schönen Wassertropfen freuen.

Gerade Regenfälle und Gegenlicht können Frühlingsfotos das gewisse Etwas verleihen.

Der Zauber der Blende

Du möchtest deinen Fotos eine reizende Hintergrundunschärfe verpassen? Dann solltest du unbedingt deine Blende öffnen, indem du eine kleine Blendenzahl wählst. Auf diese Weise lassen sich störende Details im Hintergrund in eine weiche, abstrakte Fläche verwandeln. Zudem werden die kleinen Hauptmotive so perfekt in Szene gesetzt. Doch der geringe Schärfebereich hat auch einen Nachteil: Der Fokus liegt hier schnell mal nicht an der richtigen Stelle. Du solltest deshalb beim Scharfstellen ganz genau darauf achten, wo der Fokus liegt. Ich drücke dann gerne einmal mehr auf den Auslöser. So kann ich im Nachhinein an einem großen Bildschirm das schärfste Bild auswählen.

Offene Blendenzahlen sind für Blüten und Knospen besonders gut geeignet.

Kleine Helfer für dein Outdoor-Shooting

Es gibt kleine Hilfsmittel, die dir dein Foto-Shooting erleichtern können. Besonders hilfreich ist ein Bohnensack, mit dem du deine Kamera auf Bodenhöhe drapieren kannst. Zur Not tut es aber auch eine Plastiktüte, die dein Equipment auf dem Boden vor Nässe und Dreck schützt. Gerade wenn es geregnet hat, ist außerdem ein Mikrofasertuch nützlich. So kannst du deine Linse stets von Blütenstaub oder Wassertröpfchen befreien.


Nach oben scrollen