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So gelingen magische Fotos von Sternenhimmeln

So gelingen magische Fotos von Sternenhimmeln

Laue Mainächte und funkelndes Firmament: Wohl kaum ein anderes Motiv löst solche Faszination aus wie der Sternenhimmel. Doch das Fotografieren unserer Galaxie bringt einige Herausforderungen mit sich. Wenn du aber folgende Tipps beachtest, steht einem magischen Sternenfoto nichts mehr im Weg.

Im Mai können sich Sterngucker kaum satt sehen: Der Meteor-Schauer vom Halleyschen Kometen beschert uns zahlreiche Sternschnuppen. Nächtelang flitzen die leuchtenden Lichtpunkte über den Himmel. Auch ein paar strahlende Planeten sind am Nachthimmel zu sehen, die mit dem Mond um die Wette leuchten. Zu ihnen zählen Venus, Merkur, Mars und Saturn. Ideale Voraussetzungen, das leuchtende Firmament auf den Kamerasensor zu bannen.


Mond, Mars, Milchstraße

Du denkst, die Astrofotografie ist nur was für Profis? Fehlanzeige! Auch Anfängerinnen und Anfänger können geniale Nachtaufnahmen kreieren. Wenn du einige Dinge beachtest, sind zauberhafte Ergebnisse garantiert. Wir verraten dir nachfolgend, worauf es bei der Astrofotografie ankommt.


Astro will geplant sein

Das A und O der Sternenfotografie ist die Planung. Das umfasst einerseits die richtige Location und andererseits den geeigneten Zeitpunkt. Achte stets darauf, dass keine künstlichen Lichtquellen wie Straßenlaternen oder Autos in der Nähe sind. So erreichst du, dass dein Sternenhimmel richtig schön zur Geltung kommt. In der Natur hast du deshalb die besten Voraussetzungen, da dort weniger Luftverschmutzung herrscht als in großen Städten. Warte zudem auf den optimalen Zeitpunkt. Am besten geeignet sind die Tage rund um den Neumond, da sonst das Mondlicht dein Sternenzelt überstrahlen würde. Apps wie Skymap oder SkyView können dir dabei helfen, dein Shooting perfekt zu planen. Wirf darüber hinaus regelmäßig einen Blick auf den Wetterbericht. Kühle, wolkenlose Nächte sind ideal für ein gelungenes Fotoshooting.


Richtig ausgestattet für die Sterne

Für klare Fotos vom Sternenhimmel brauchst du im Grunde nicht viel: Ein stabiles Stativ und ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv sind die beste Basis für tolle Ergebnisse. Je mehr du von der Umgebung zeigen möchtest, desto kleiner sollte deine Brennweite sein. Brennweiten zwischen 24mm und 35mm sind deshalb am besten geeignet. Ob deine Kamera einen APS-C- oder Vollformat-Sensor hat, ist erst einmal zweitrangig. Wichtig jedoch ist, dass du deine Blende so weit wie möglich öffnen kannst (am besten f/4 oder kleiner). Hier gilt: je lichtstärker dein Objektiv, desto besser werden deine Resultate. Besonders Festbrennweiten bieten die perfekten Eigenschaften für Bilder von Nachthimmeln, da sie schön lichtstark sind. Ach ja und denke bei deinem Sternenshooting immer an einen vollen Ersatzakku. Denn die langen Belichtungszeiten fordern viel Energie. Nichts ist ärgerlicher, als das Shooting abbrechen zu müssen, weil der Kameraakku leer ist.


Auf was du beim Fotografieren achten musst

Nun kommen wir zum spannendsten Teil: dem Fotografieren. Hierbei gibt es im Grunde vier wichtige Dinge, die du auf jeden Fall beachten musst. Zuerst schaltest du den Fokus auf manuell und stellst ihn auf unendlich. Denn der Autofokus wird durch das fehlende Umgebungslicht nicht behilflich sein. Zweitens solltest du den ISO-Wert erhöhen, damit der Sternenhimmel auf deinem Foto auch schön strahlt. Je nach Kameramodell kannst du mit Werten zwischen 1600 und 8000 spielen. Aber Vorsicht: Zu hohe ISO-Werte bescheren deinen Fotos unschönes Rauschen. Probiere einfach aus, welche Werte für dich und deine Kamera am besten sind. Nun wählst du eine Belichtungszeit. Meist bewegt sich diese in der Sternenfotografie zwischen 10 und 20 Sekunden. Ist die Verschlusszeit jedoch zu lang, werden die Sterne zu Leuchtstrichen. Ist sie zu kurz, ist dein Bild zu dunkel. Nie passte das Sprichwort besser: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Nun bist du bestens gewappnet für den Auslöser: Wir empfehlen hierbei den Fern- oder Selbstauslöser, um Verwackler zu vermeiden.


Komposition mit Wow-Effekt

Besonders aufregende Ergebnisse erzielst du, wenn du die umliegende Landschaft in dein Foto integrierst. Egal, ob es sich dabei um einen Baum, eine Parkbank oder eine Bergkette handelt: Indem du deinem Foto einen Vordergrund verleihst, generierst du eine dreidimensionale Tiefenwirkung. So kannst du zudem sicherstellen, dass dein Sternenbild unter anderen Fotos heraussticht. Und jetzt, da du hoffentlich gewappnet bist für ein spektakuläres Nachtshooting – viel Spaß beim Sternschnuppenjagen!


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