Du liest gerade
So gelingen natürliche Porträts zuhause

So gelingen natürliche Porträts zuhause

Wir lieben natürliche Porträts! Auf Instagram und Pinterest kursieren unzählige schöne Beispiele. Dabei müssen die Bilder nicht immer an menschenleeren Stränden oder ausgefallenen Locations entstehen. Häufig inspirieren uns die simpelsten Bildideen, die einfach super natürlich wirken. Doch wie erzeugt man aus den eigenen vier Wänden eine so fotogene Kulisse? Wir liefern einige Tipps und Tricks, mit denen zauberhafte Porträts zuhause entstehen.


Auf den ersten Blick bieten Porträt-Shootings gerade alles andere als Abwechslung: Man kann weder an aufregende Orte reisen, noch lädt das Februarwetter zu einem Outdoor-Shooting ein. Damit schlägt der Lockdown auf unsere Foto-Motivation und im Instagram-Feed macht sich gähnende Leere breit. Zeit für ein wenig frischen Wind! Für besondere Porträts musst du nicht immer vor die Tür gehen: Auch in den eigenen vier Wänden können atmosphärische Porträts mit tollem Licht entstehen. Wir zeigen dir, wie das geht!

Das Besondere im Alltäglichen

Zuerst das Wichtigste vorweg: Dein Zuhause ist nicht langweilig. Nur weil du zur Zeit den ganzen Tag in deiner Wohnung rumsitzt, bedeutet das nicht, dass hier keine genialen Fotos entstehen können. Die Kunst liegt demnach darin, das Besondere im Alltäglichen zu sehen. Dazu könntest du beispielsweise versuchen, deine Wohnung wie ein neuer Gast wahrzunehmen. Welche Details gefallen dir gut? Für welche Möbelstücke würdest du ein Kompliment verteilen? Hier findet du meist schon die Antwort auf die Frage nach der optimalen Shooting-Ecke. Damit das Home-Shooting auch garantiert gelingt, solltest du unbedingt auf folgende Punkte achten.


Die Magie des Lichts

Das A und O in Sachen Porträtfotografie ist das Licht. Und hier gilt: Je natürlicher, desto besser. Dein Shooting sollte also im Idealfall an einem hellen Ort in deiner Wohnung stattfinden. Damit meinen wir weder helle Deckenleuchten noch aufwendiges Scheinwerferlicht. Tageslicht sollte es sein! An einem bewölkten Tag entstehen die schönsten Fotos in der Nähe eines Fensters. Die sanft einfallende Helligkeit erzeugt dann weiche Konturen und ein gleichmäßiges Hautbild. Auch von der Seite kommendes Sonnenlicht kann am Abend oder Morgen sehr schön sein. Die warmen Farben und der Hell-Dunkel-Kontrast verleihen deinem Porträt dann einen ganz besonderen Charakter.

Hell-Dunkel-Kontraste verleihen deinem Porträt einen ganz besonderen Charakter.

Optimal ausgestattet

Normalerweise profitieren Porträtaufnahmen von eher teleartigen Objektiven (zum Beispiel Brennweiten von 50mm oder 80mm). Je nachdem wie groß der Raum ist, in dem dein Shooting stattfindet, solltest du jedoch besser zu kleineren Brennweiten greifen. Grund dafür ist, dass du sonst einfach zu wenig Bewegungsfreiraum hast und du permanent zu nah am Motiv sein wirst. Ein weiterer Winkel eignet sich deshalb unter Umständen besser. Verwende zum Beispiel eine 35mm Brennweite, die dir genügend Platz lässt, dein Bild zu komponieren. Öffne nun die Blende auf f/2.8 oder weniger, um genügend Licht einzufangen und eine magische Hintergrundunschärfe zu erzeugen. Falls das Bild jetzt immer noch zu dunkel erscheint, kannst du ISO oder die Verschlusszeit etwas erhöhen. 


Die Umgebung: weniger ist mehr 

Verzichte bei deinem Home-Shooting auf zu viele kleingliedrige Details im Hintergrund. Diese wirken schnell unruhig und lenken von deinem eigentlichen Hauptmotiv ab. Gerade Porträts leben von einer ruhigen Umgebung, die den Fokus auf die Person vor der Kamera lenkt. Eine einfarbige Wand bietet hier perfekte Voraussetzungen. Entferne zudem knallige Farbtupfer im Hintergrund. Diese würden später den Blick auf sich ziehen.

Die Farben des Hintergrunds sind hier sehr dezent und perfekt auf den Vordergrund abgestimmt.

Du hast keinen ruhigen Hintergrund, ohne deine gesamte Wohnung auf den Kopf zu stellen? Kein Problem! Mit ein wenig Kreativität kannst du dir deinen eigenen Foto-Hintergrund basteln. Besorge dir einfach eine Rolle Papier oder Stoff deiner Lieblingsfarbe und schiebe sie auf eine Gardinenstange. Nun befestigst du die Stange auf zwei Stativen. Alternativ kannst du auch einen Schrank oder eine Leiter als Halterung verwenden. Den Stoff ziehst du nun hinter deinem Model herunter und fertig ist dein Backdrop-Hintergrund.

Backdrops können unschöne Hintergründe kaschieren.

Mut zum Ungewöhnlichen

Egal ob lässig lehnend auf dem Sofa oder posend im Stehen: Es gibt viele klassische Inszenierungsmöglichkeiten im eigenen Zuhause. Wenn du mit deinen Fotos aus der Masse herausstechen willst, solltest du jedoch neue Wege wagen. Traue dich also ruhig auch mal an ungewöhnliche Räume oder Requisiten. Wie wäre es beispielsweise mit einem Shooting im Badezimmer oder hinter einem transparenten Vorhang? Wer ein wenig experimentiert, wird unter Garantie mit außergewöhnlichen Fotos belohnt.

Die Dusche bietet hier perfekte Voraussetzungen für eine besondere Atmosphäre.

Nach oben scrollen