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So verleihst du deinen Fotos mehr Tiefe

So verleihst du deinen Fotos mehr Tiefe

Deine Fotos wirken flach und langweilig? Du hast das Gefühl, dass du in deiner Fotografie auf der Stelle trittst? Kein Grund, zu verzweifeln! Mit diesen Tipps in Sachen Bildkomposition, hebst du dein Hobby auf ein neues Level.


Flache Landschaften und fade Streetfotos bringen Foto-Neulinge häufig zum Verzweifeln. Und das, obwohl die Kulisse vor der wir stehen eigentlich so majestätisch wirkt. Du denkst, dass deine Kamera zu schlecht ist, um diese Schönheit einzufangen? Weit gefehlt! Denn häufig ist nicht die Technik schuld an langweiligen Fotos, sondern eine zweidimensionale Bildkomposition.

Räumliche Wirkung kreieren

Räumliche Wahrnehmung und Tiefe in Bildern sind im Grunde nichts weiter als Illusionen. Denn ein Foto, egal ob gedruckt oder digital, bleibt immer eine zweidimensionale Darstellung einer dreidimensionalen Welt. Doch es gibt Gestaltungsmittel, die eine spannende Tiefenwirkung erzeugen können.

Indem du dich also mit der Gestaltung und dem Bildaufbau deiner Aufnahme auseinandersetzt, hast du selbst dein Ergebnis in der Hand. Denn egal wie professionell deine Kamera oder wie lichtstark deine Linse ist: Für die Spannung und Kreativität bist allein du verantwortlich.

1. Mit Licht modellieren

Ein wichtiges Kriterium für eine fesselnde Tiefenwirkung ist die Richtung des Lichts. Vielleicht ist dir auch schon mal aufgefallen, dass Landschaften zur Mittagsstunde einfach fad und langweilig wirken aber bei Seitenlicht oder Gegenlicht regelrecht strahlen. Das liegt daran, dass das Spiel aus Licht und Schatten für Dynamik im Bild sorgt. Das Auge kann die Dimensionen der Kulisse besser fassen und der Kontrast fördert eine räumliche Wahrnehmung. Möchtest du mehr Tiefenwirkung beim Fotografieren erzeugen, solltest du also eher am Morgen oder Abend zum Shooting losziehen. Zu dieser Tageszeit wird sanftes Seitenlicht die Formen im Bild modellieren und plastischer erscheinen lassen.

Das Seitenlicht der untergehenden Sonne lässt die Landschaft räumlicher erscheinen.

2. Für mehr Tiefe die Blende öffnen

Auch das Öffnen der Blende am Objektiv verstärkt eine räumliche Wirkung im Bild. Probier’ doch mal eine Blende von f/2 oder kleiner. Die dadurch entstehende Unschärfe im Vorder- oder Hintergrund gibt dem Auge Hinweise darauf, wie die Objekte im Bild zueinander positioniert sind. Dadurch können sich Betrachter*innen besser räumlich orientieren, was wiederum der dreidimensionalen Wahrnehmung zugute kommt. Bei einem durchgehend scharfen Bild fällt es hingegen weitaus schwerer, die unterschiedlichen Bildebenen voneinander zu trennen.


3. Vordergrund einbauen

Um den Trick mit der offenen Blende weiter zu verstärken, kannst du versuchen, aktiv einen Vordergrund in dein Bild einzubauen. Das können zum Beispiel Äste oder Blätter sein, die vom Bildrand in dein Foto hineinragen. Häufig konzentrieren wir uns nur auf unser Hauptmotiv und den dahinterliegenden Hintergrund. Durch den unscharfen Vordergrund kannst du eine dritte Dimension schaffen, die deiner Aufnahme zusätzlich Plastizität verleiht. Wenn du keinen natürlichen Vordergrund findest, kannst du auch Blätter oder Zweige dicht vor deine Linse halten. Der Effekt der Tiefenwirkung ist derselbe. Achte lediglich darauf, dass du immer dein Hauptmotiv in den Fokus nimmst.

Die unscharfen Blätter im Vordergrund verleihen dem Foto mehr Tiefe.

4. Leitende Linien suchen

Auch leitende Linien sind ein beliebtes Gestaltungsmittel, um mehr Tiefenwirkung zu gewinnen. Leitlinien sind, wie der Name schon verrät, Linien oder Spuren, die sich durch das Bild schlängeln und dabei der menschlichen Wahrnehmung eine Richtung geben. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Straße, einen Fluss, ein Geländer oder auch den Stiel einer Pflanze handeln. Führt die Linie beispielsweise diagonal von einem Eck zu deinem Hauptmotiv, kann das betrachtende Auge die verschiedenen Dimensionen der Bildwelt besser fassen. So umgehst du beispielsweise flach wirkende Landschaften.


5. Den letzten Schliff verpassen

Auch die Nachbearbeitung sollte in Sachen Tiefenwirkung nicht vernachlässigt werden. Hier kannst du in wenigen Minuten die verschiedenen räumlichen Dimensionen weiter voneinander abheben. Erhöhe zum Beispiel etwas den Kontrast oder füge deinem Bild eine leichte dunkle Vignette hinzu. Gerade wenn das Tageslicht eher weich und gleichmäßig erscheint, kannst du so für die nötige Tiefenwirkung sorgen.


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