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Stimmungsvolle Aufnahmen bei Dämmerung

Deine Fotos wirken fad und langweilig? Dann verpass’ ihnen die nötige Würze und wage dich an ein Foto-Shooting bei Dämmerung. Diese Tageszeit sorgt für ein einzigartiges Lichtspektakel und hebt so deine Fotografie auf ein neues Level.


Es ist vermeintlich untauglich und Anfänger*innen machen häufig einen Bogen darum: Die Rede ist von der Dämmerung. Doch sie ist in der Porträt- und Street-Fotografie die wohl spannendste Tageszeit. Kurz nach Sonnenunter- bzw. vor Sonnenaufgang entstehen geheimnisvolle Aufnahmen, mit ganz besonderen Farben. Gerade das letzte Abendlicht sowie die Lichteinfälle der frühen Morgenstunden beleuchten Blüten und Gräser besonders stimmungsvoll und erzeugen eine märchenhafte Atmosphäre im Bild. Mache dir die bläulichen Pastelltöne und das sanfte Licht zunutze und wage dich an die Kamera. Wir zeigen dir, worauf es bei gelungenen Fotos bei Dämmerung ankommt.

Um Menschen, Tiere oder Pflanzen eindrucksvoll in Szene zu setzen, ist Tageslicht nicht immer die beste Wahl. Denn die senkrecht einfallenden Sonnenstrahlen bescheren deinem Fotomotiv unschöne Schlagschatten. Du kannst dich dann noch so sehr um eine ideale Kameraeinstellung bemühen: Deine Fotos werden irgendwie wenig Stimmung transportieren. Ist dir in den Sozialen Medien schonmal aufgefallen, dass die stimmungsvollsten Fotos fast nie zur Mittagsstunde aufgenommen wurden? Das liegt daran, dass eine besondere Atmosphäre einfach immer mit dem Licht zusammenhängt. Und das kannst auch du in Zukunft nutzen!

Auf die Uhr schauen

Für atmosphärisches blaues Licht eignet sich die halbe Stunde nach Sonnenuntergang am besten. Alternativ kannst du auch eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang losziehen. Die Morgenmuffel unter euch sind aber mit dem Abend besser bedient. Möchtest du hingegen eher warmes, goldenes Licht, solltest du die Stunde vor Sonnenuntergang nutzen. Jetzt entstehen ausdrucksvolle Aufnahmen mit Gegenlicht.


Ort auswählen

Es ist zudem sehr ratsam, bereits im Voraus zu wissen, welchen Ort man ansteuern möchte. Denn die Lichtverhältnisse ändern sich in den Abendstunden rasend schnell. Innerhalb von Minuten kann ein dynamischer Abendhimmel schon langweilig und fad wirken. Es wäre ärgerlich, wenn du statt das Licht zu nutzen, noch nach einem geeigneten Fotospot suchen musst.


Die richtige Kamera

Im Idealfalls hast du eine Kamera, bei der du so viel wie möglich manuell einstellen kannst. Klar, du kannst auch mit dem Nachtmodus eines Smartphones arbeiten, aber mit einer ordentlichen Kamera entstehen weitaus kreativere Ergebnisse. Darüber hinaus zahlen sich lichtstarke Objektive aus (am besten f/1.8 oder f/1.4). Schalte nun in den manuellen Modus deiner Kamera.


ISO gering halten

Bei Dämmerung solltest du darauf achten, dass deine Kamera den ISO-Wert nicht automatisch zu sehr hochschraubt. Denn die Automatik wird versuchen, das fehlende Licht mit einer höheren Lichtempfindlichkeit des Sensors auszugleichen. Halte ISO stattdessen zwischen 200 und 800, um zu starkes Bildrauschen zu vermeiden. Verrauschte Bilder wirken im Nachhinein nämlich irgendwie matschig.


Blende öffnen bei Dämmerung

Statt ISO zu erhöhen kannst du auch deine Blende weiter öffnen, um für mehr Licht im Bild zu sorgen. Eine weit geöffnete Blende hat zudem den Vorteil, dass dein Motiv eine schöne weiche Hintergrundunschärfe bekommt. Im Hintergrund stehende Lichtquellen verwandeln sich auf diese Weise zu zauberhaften großen Lichtkreisen. Möchtest du Straßenlaternen und Co stattdessen lieber als Sterneffekt darstellen, solltest du die Blende sehr weit schließen (z.B. f/22). Je weiter du die Blende schließt desto länger wird jedoch deine Verschlusszeit ausfallen.


Verschlusszeit regulieren

Um möglichst viel von dem wenigen Licht einzufangen, solltest du deine Verschlusszeit verlängern. Allerdings ist ein Stativ dann ein Pflicht, da es sonst zu unschönen Verwacklern kommt. Scheue dich nicht vor Bewegungsunschärfe im Bild. Sie kann Teil einer einzigartigen Bildkomposition sein. Versuche beispielsweise vorbeifahrende Autos oder gehende Passanten in deinem Foto einzufangen. Das sorgt für Spannung und Authentizität.


Die richtige Nachbearbeitung

Dein Foto ist verrauscht? Kein Grund zur Panik! Du kannst Bildrauschen im Nachhinein über die gängigen Bearbeitungssoftwares etwas entgegenwirken. Zudem kannst du auch einzelne Bereiche ein wenig aufhellen, um deinem Foto mehr Kontur zu verleihen. Auch die Schärfe lässt sich im Nachhinein noch erhöhen. Habe allerdings beim Fotografieren immer im Hinterkopf, dass sich verwackelte Bilder auch im Nachhinein nicht mehr retten lassen.

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