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Tuning für deine Kamera – Nützliche Anbauteile und Zubehör

Wer mit der Fotografie als Hobby begonnen hat, spürt schnell den Drang sein Equipment aufzustocken. Der Markt bietet eine breite Palette an Zubehörteilen an, manche nützlich, andere sinnlos. Da fällt die Auswahl oft schwer. Hier möchten wir dir Anregungen geben, jedoch auch ein Beispiel für wenig sinnvoll investiertes Geld.

Hochkant auch alles im Griff – Der Batteriegriff

Die meisten Bilder entstehen im Querformat. Dafür sind Kameras ausgelegt und optimiert. Doch bei Porträtfotografie beispielsweise kommst du nicht um das Hochformat herum. Schnell merkst du, dass die sonst spielend erreichbaren Knöpfe und Einstellräder nicht mehr erreichbar sind. Nicht nur Profifotografen schwören auf einen Batteriegriff. Dieser hat im Hochformat dann alle nötigen Knöpfe und Einstellräder an der gewohnten Stelle. Nützliche Zusatzfunktion ist, dass sich meist zwei Akkus in den Griff einlegen lassen und du somit doppelte Verwendungszeit hast.

Praktisch ist der Griff ebenfalls wenn du große Hände hast, die Kamera lässt sich deutlich sicherer halten und führen. Durch das höhere Gewicht mit dem Griff balancieren sich schwere Objektive auch leichter bei Mitziehern oder auf einem Stativ.

Batteriegriffe werden von den Herstellern passend zum Modell deiner Kamera angeboten, doch auch preiswertere Lösungen von Drittanbietern sind meist von guter Qualität. Wir empfehlen dir, einen Batteriegriff im Fachhandel selbst auszuprobieren bevor du die Kaufentscheidung triffst.


Tatschen und kratzen – Displayschutzfolie, ein günstiger, aber wichtiger Schutz

Mit der verschwitzten Nase beim fotografieren das Display berührt? Eine Briese Salzwasserluft auf das LCD-Screen gekommen? Schnell kann dein Display beim abreiben zerkratzt werden. Hier gibt es auf dem Markt unzählbare Varianten an Schutzfolie. Diese solltest du direkt nach der Anschaffung der Kamera aufbringen damit sie ordentlich haftet und unter bereits entstandenen Kratzern keine Luftansammlungen sind.

Wenn du ein Touchscreen hast, beachte beim Kauf der Folie, dass diese hierfür geeignet ist. Gute Anbieter haben passende Sets mit den Maßen des Displays und – falls vorhanden – auch einer kleineren Folie für das Schulterdisplay im Sortiment.


Für schärferen Durchblick sorgt eine Displaylupe

Ein jeder der im hellen Sonnenlicht einmal versucht hat ein geschossenes Foto im Display zu beurteilen kennt das Problem. Zu erkennen sind meist nur, ob der Bildausschnitt passt. Doch durch digitales zoomen wird durch das helle Umgebungslicht auch meist nicht sichtbar, ob der Schärfebereich wie gewünscht sitzt. Hier verschafft eine Displaylupe praktische Abhilfe.

Einfache und günstige Displaylupen werden bei Bedarf auf das Display gesetzt und vergrößern das Bild meist um das Zweifache. Ähnlich wie beim Sucher kannst du dann das Foto ohne störendes Umgebungslicht beurteilen. Höherwertige Lupen bieten einen kleinen hauchdünnen Rahmen, welcher am Displayrand angeklebt wird. Durch einen Magneten sitzt die Displaylupe dann fest und ohne verrutschen auf. Auch wenn du deine Kamera öfter zum Filmen von Videos nutzt, wirst du schnell nie mehr auf eine solche Lupe als zusätzliche Hilfe verzichten wollen.


SD-Karten Schutzbox – Große Wirkung für kleines Geld

Neben einem Sturz der Kamera ist das Verlieren oder beschädigen einer SD-Speicherkarte somit das Schlimmste für den Fotografen. Oft werden Ersatzkarten in der Hosentasche mitgenommen oder lose in den Fotorucksack gesteckt. Selbst die kleinen Plastikhüllen, welche bei einigen Herstellern mitgeliefert werden, schützen nur bedingt – gegen Feuchtigkeit oder gar richtiger Nässe bieten sie keinerlei Schutz.

Eine robuste und günstige Lösung ist eine Schutzbox aus Hartplastik. Flach und meist mit einer Gummidichtung passt eine solche Box bequem in die Jackentasche. Selbst wenn sie in eine Pfütze fällt oder du durch Staubwolken gehst sind deine Karten perfekt gelagert. Einige dieser Schutzboxen haben auch eine Öse, mit dieser kannst du die Box an den Schultergurt deiner Kamera festhängen, somit hast du alles beisammen.


Kameraschutzhülle aus Gummi – Kann mehr beschädigen als schützen

Für eine Menge an Kameras auf dem Markt werden Schutzhüllen aus Gummi oder Silikon angeboten die das Gerät vor Spritzwasser oder Staub schützen sollen. Meist sind diese Hüllen auch in poppigen Farben erhältlich und versprechen so ein Herausstechen aus dem schwarzgrauen Einheitsbrei der Bodys.

Ein großes Problem bei diesen Hüllen ist, dass sehr viele Kameras vom Hersteller bereits gut abgedichtet sind und sich nach dem Anlegen einer solchen Hülle thermische Probleme ergeben können. Die Ingenieure, welche das Gerät entworfen haben, berücksichtigten bei der Bauweise, dass Teile wie der Sensor oder der Prozessor in der Kamera genügend gekühlt werden, sei es durch kleine versteckte Lüftungsöffnungen oder durch intelligente Platzierung nahe der Außenwand der Kamera. Eine geschlossene Gummihülle verändert die Temperaturverhältnisse im Gerät. Außerdem können sich zwischen Hülle und Kamerabody Staub und Feuchtigkeit ansammeln und durch die mechanischen Bewegungen dein wertvolles Gerät beschädigen.

Daher ist hier unser Tipp: Finger weg und besser gleich zu einem Kameramodell greifen, das vom Hersteller gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist.

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