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Voll im Trend: So kreierst du Fotos im Boho-Look

Warme Farben, weiches Licht und verträumte Kulissen: Der Boho-Stil ist auf Social Media hoch im Kurs und vor allem unter Foto-Fans sehr beliebt. Wir verraten dir, worauf es bei diesem Look ankommt und wie du ihn in deine Fotografie integrierst.


Boho steht als Abkürzung für Bohemian oder Bohème. Dabei handelt es sich um eine Subkultur künstlerischer Randgruppen mit einem unkonventionellen Lebensstil. Viele denken bei Angehörigen der Bohème an Freigeister und Hippies oder Künstlerinnen und Künstler. Aus der ursprünglichen Idee, sich von bürgerlichen Normen und Werten zu lösen, entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Stil, der vor allem Freiheit und Lebensfreude verkörpert. Es ist dabei ganz egal, ob es sich um Mode, Einrichtung, Frisuren oder Blumensträuße handelt. Charakteristisch sind natürliche, schillernde Looks, die gleichzeitig authentisch und ungezwungen wirken.

Atmosphärisch verträumte Bildwelten

Gerade in der Fotografie ist der Boho-Look zum absoluten Liebling geworden: Hochzeitspaare und Influencer sind verrückt nach der natürlichen Atmosphäre, die diese Bilder transportieren. Auch Instagram hat diesen Trend erneut aufleben lassen. Mit Filtern, Stickern und Co. kann inzwischen jeder seine Fotos mit der Hippie-Ästhetik aufhübschen. Doch du kannst auch ohne Insta-Filter Fotos im Boho-Stil kreieren. Hier kommen einige Tricks, wie du den Look zukünftig auch zu deinem Markenzeichen machst,

1. Licht

Ein entscheidender Faktor beim Erstellen von Fotos im Boho-Look ist das Licht. Da auf solchen Bildern vor allem ein weiches, warmes Licht herrscht, empfiehlt es sich, erst zu Sonnenuntergang loszuziehen. Auf diese Weise erzeugst du ohne viel Aufwand eine romantische Lichtstimmung. Versuche dein Model so zu positionieren, dass es einen Teil der tiefstehenden Sonne verdeckt. So stellst du sicher, dass dein Bild nicht komplett überstrahlt.

Um die Gegenlichtsituation gekonnt zu meistern, öffnest du die Blende (z.B. f./2.8) und erhöhst die Verschlusszeit. Auch von der Seite kommendes Licht kann sehr reizvoll sein. Wichtig ist nur, dass die Sonne tief am Himmel steht, sodass du Schlagschatten und hartes Licht vermeidest. Für den Fall, dass der Himmel überstrahlt, kannst du versuchen, tendenziell ein wenig von oben herab zu fotografieren. So wird vom Himmel deutlich weniger zu sehen sein. Generell solltest du dein Foto für den gewollten Effekt eher etwas überbelichten. Das erreichst du zum Beispiel mit einer offenen Blende oder etwas höheren ISO-Werten.

Das orangefarbene Gegenlicht sorgt hier für eine einzigartige Lichtstimmung.

2. Das ideale Setting

Auch das richtige Setting ist zentral bei der Erzeugung des Bild-Looks. Hier kann ein in Weiß- und Cremetönen gehaltener Innenraum genauso geeignet sein wie ein Getreidefeld. Plane dein Shooting an einem Ort, der Natürlichkeit und Freiheit für dich transportiert. Beliebt sind auch wuchernde Gärten oder dynamische Dünen am Meer. Wenn dein Model nun barfuß in einem Kleid aus wehendem Stoff durch die Landschaft streift, steht einer gelungenen Aufnahme im Boho-Stil nichts mehr im Weg. So findest du übrigens tolle Foto-Locations.


3. Typische Materialien

Apropos Kleidung: Für den perfekten Boho-Look solltest du unbedingt die geeigneten Materialien kennen. Hierzu kannst du Pinterest und Instagram als Inspirationsquellen nutzen. Geeignet sind vor allem Strick- und Leinenkleider oder Accessoires mit Federn oder Blumen. Auch Pflanzen, Körbe, Holz- und Rattanmöbel sind charakteristisch für den Trend. Wie immer gilt auch hier vor allem eines: Je natürlicher, desto besser.


4. Mut zum Unperfekten

Boho bedeutet Natürlichkeit. Und anders, als es uns viele Bilder glauben lassen, ist nichts auf der Welt perfekt. Strebe deshalb nicht nach Ergebnissen, die technisch makellos sind. Auch Bewegungsunschärfe und geschlossene Augen können ihren ganz eigenen Reiz haben. Genauso kann ein Patzer beim Fokussieren etwas Geheimnisvolles transportieren. Entspann dich also und lass den Wind die Haare ins Gesicht deines Models wehen. Denke hier stets an den Ursprung des Boho-Stils: sich von gängigen Konventionen und Regeln zu lösen.


5. Nachbearbeitung

Deine Fotos sehen immer noch nicht aus, wie die Bilder auf Pinterest und Instagram? Dann solltest du dir etwas Zeit nehmen und dich mit der Bildbearbeitung auseinandersetzen. Fast jeder Boho-Look macht sich eine warme Farbtemperatur und intensivere Rottöne zunutze. Verschiebe hierfür den Regler des Weißabgleichs. Du findest diese Funktion sowohl in den gängigen Bearbeitungsprogrammen wie Photoshop oder Lightroom als auch bei kostenlosen Softwares wie VSCO Cam oder Canva. Anschließend kannst du dich noch im Detail den einzelnen Farbtönen widmen: Reduziere die Sättigung von Grün-, Gelb- und Blautönen und intensiviere Orange und Rot. Wenn du das noch nie gemacht hast, findest du dazu auf YouTube oder TikTok zahlreiche kostenlose Tutorials. Zudem kannst du dein Bild weicher erscheinen lassen, indem du die Tiefen ein wenig aufhellst.

Das Entsättigen von Grüntönen ist Teil des Boho-Trends.
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