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Voll im Trend: Stimmungsvolle Wolken-Fotos

Wir sehen sie gerade überall: Auf Instagram, Pinterest, TikTok und auf Wandpostern: stimmungsvolle Wolkenformationen. Doch was ist eigentlich so anziehend an Wolkenbildern? Und wie kreiere ich ein einzigartiges Foto? Wir haben ein wenig für euch recherchiert.

Wolke ist nicht gleich Wolke. Sie können getürmt und flach, hoch und tief, weiß und farbig sein. Gerade deshalb stellen sie die perfekten Fotomotive dar. Denn Licht und Witterung sorgen dafür, dass die Wolkenformationen über uns einfach nie langweilig wirken. Ideale Voraussetzungen für einzigartige Fotos, oder? Damit dein Wolkenfoto aber stimmungsvoll und dynamisch aussieht, solltest du einige Tipps beachten.

Cumulus, Cirrus, Stratus

Ist dir schon mal aufgefallen, dass es eine Sache gibt, die alle aufregenden Landschaftsfotos gemeinsam haben? Man sieht niemals einen komplett wolkenlosen Himmel. Wolken geben deinem Foto Dramatik und Tiefe. Das kann dir bei deinen Landschaftsaufnahmen sehr zugute kommen. Aber auch als Hauptmotiv geben die angesammelten Wassertröpfchen hervorragende Motive ab. Möchtest du den gesamten Himmel zum Beispiel samt seiner Farbverläufe zeigen, so solltest du zu einem Weitwinkelobjektiv greifen. Willst du hingegen einzelne Ausschnitte oder farbige Details im Wolkenbild hervorheben, wird eine 50mm Normalbrennweite besser geeignet sein. Hier gibt es jedoch kein Richtig oder Falsch – probiere einfach aus, was dir gefällt.


Den Blick leiten

Wichtig bei der Bildkomposition ist, dass du versuchst, den Blick deines Betrachters zu leiten. Richte die Kamera nicht willkürlich auf den Wolkenhimmel. Suche dir stattdessen Linien und Details, die du in den Fokus nehmen möchtest. Das kann auch ein vorbei fliegender Vogel oder ein Heißluftballon sein. Du kannst beispielsweise dein Hauptmotiv nach der Drittelregel platzieren. Das schafft einen ausgewogenen Bildaufbau. Manchmal kann es durchaus hilfreich sein, zusätzlich vom Querformat ins Hochformat zu wechseln. So oder so – wähle den Bildausschnitt bewusst und nicht, weil du es auf eine Weise gewohnt bist. Zusätzlicher Tipp: Schnell sein lohnt sich. Denn Wolkenbilder verändern sich durch den Wind und das wandernde Sonnenlicht relativ zügig.


Farbige Himmelträume

Ein besonderes Highlight stellen Wolken dar, die in allen Farben leuchten. Solche bunten Lichtspiele am Himmel nennt man auch Photometeore. Ähnlich wie bei einem Regenbogen kommen die farbigen Lichter durch Reflexion und Lichtbrechung an den Wassertröpfchen zustande. Was dabei entsteht, ist besonders spannend für Fotografinnen und Fotografen. Romantische Wolkenbilder entstehen kurz vor oder nach dem Sonnenuntergang. Dann sorgen die flach einfallenden Sonnenstrahlen für aufregende Details am Himmel. Viele nehmen die pastellfarbenen Rot- und Orangetöne zu dieser Tageszeit als besonders stimmungsvoll wahr.


Wolkenschauspiel und das richtige Licht

Die wohl größte Herausforderung für Foto-Einsteigerinnen und -Einsteiger stellt die richtige Belichtung dar. An dieser Stelle sei jedoch vorab gesagt: Hier gibt es kein Allgemeinrezept. Denn die richtige Kameraeinstellung steht und fällt natürlich mit dem vorhandenen Licht am Himmel. Eine Regel solltest du jedoch auf jeden Fall beachten: Verzichte auf den Automatik-Modus. Denn hierdurch geht oft der große Dynamikumfang, also der Kontrast zwischen hellen und dunklen Bereichen im Bild, verloren. Und das macht ja gerade dein Foto aus! Versuche ISO so gering wie möglich zu halten, um störendes Bildrauschen zu vermeiden. In Kombination mit einer geschlossenen Blende kommen so Schärfe und Farben besonders gut zur Geltung. Je nachdem wieviel Licht deine Situation hergibt, kannst du anschließend die Belichtungszeit anpassen. Möchtest du deine Aufnahme im Nachhinein bearbeiten, denk’ unbedingt daran, in RAW zu fotografieren. So verhinderst du, dass wichtige Details im Bild verloren gehen.


Bildbearbeitung über Lightroom

Besonders Fotos von Wolkenhimmeln kann man im Nachhinein über Bildbearbeitungsprogramme noch das gewisse Etwas verpassen. Wie bereits erwähnt, solltest du dein Bild dann unbedingt in RAW aufnehmen. Du kannst nun beispielsweise über Lightroom den Dunst entfernen oder den Kontrast etwas erhöhen. Das bringt dein Foto so richtig zum Strahlen. Zudem kannst du den Weißabgleich ein wenig anpassen, um stimmungsvolle Ergebnisse zu kreieren. Wenn du jetzt noch die Lichter etwas reduzierst, wird dein Foto sicher zu einem echten Hingucker.


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