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Wie im Bilderbuch: Schneefotos leicht gemacht

Wie im Bilderbuch: Schneefotos leicht gemacht

Das Jahr hat in weiten Teilen Deutschlands winterlich begonnen. Perfekte Voraussetzungen, mit der Kamera einen Trip in den Schnee zu starten. Doch eingeschneite Wiesen und Wälder sind alles andere als einfache Fotomotive. Wir haben ein paar hilfreiche Tipps für Anfängerinnen und Anfänger zusammengefasst.


Fast alle Bundesländer können sich im Januar über weiße Winterlandschaften freuen. Das lässt vor allem die Herzen von Fotograf*innen höher schlagen. Denn im Schnee finden sich zahlreiche Fotomotive, die es sich lohnt zu fotografieren. Allerdings stellt die weiße Umgebung für unsere Kamerasensoren eine echte Herausforderung dar. Das Ergebnis sind oft ein grauer Look und zu dunkle Details in Bäumen oder Personen. Doch kein Grund, gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Mit diesen Tipps schaffst du zauberhafte Schneefotos wie aus dem Bilderbuch.

Die richtige Ausstattung

Wir kennen fast alle das Problem: Man ist im Winter draußen und das Handy geht von jetzt auf gleich aus. Und das, obwohl der Akku eigentlich komplett geladen war. Schuld sind hier die eisigen Temperaturen. Auch Kameraakkus entladen sich bei Minusgraden überraschend schnell. Deshalb solltest du bei deinem Winter-Shooting unbedingt ein oder zwei Ersatzakkus einplanen. Wichtig ist hierbei, dass du die Akkus in Körpernähe transportierst. Am besten du lagerst sie in deiner Hosentasche oder den Innenfächern deiner Jacke.

Darüber hinaus solltest du im Winter vermeiden, das Objektiv zu wechseln. Denn beim Objektivtausch könnte leicht Feuchtigkeit in das Kameragehäuse gelangen. Entscheide dich daher direkt nur für eine Linse, mit der du deine nächste Winterwanderung bestreitest. Das macht neben einem trockenen Gehäuse nämlich auch den Fotorucksack leichter.


Die Automatik und ihre Grenzen

Deine Schneefotos wirken matschig und grau? Das liegt häufig am Automatikmodus. Denn die weiße Landschaft verwirrt die Kamera und lässt sie annehmen, das Motiv sei überbelichtet. Infolgedessen wird die Vollautomatik dein Bild unterbelichten, was wiederum für den gräulichen Look im Bild sorgt. Stattdessen kannst du die Belichtungskorrektur auf +1 oder +2 schalten – dann wird dein Foto insgesamt heller. Als Alternative kannst du selbstverständlich auch im manuellen Modus fotografieren. Dann bestimmst du persönlich die Belichtungseinstellungen deiner Kamera.


Manuell fotografieren im Schnee

Schalte zunächst unbedingt die Warnung für eine Überbelichtung ein. Dann beginnen überbelichtete Parts in deinem Foto zu blinken. Blinkt die Warnung im Bereich des Schnees, solltest du folglich die Belichtungszeit oder die Zahl der Blende erhöhen. Aber noch einmal von vorne: Da Schneemotive meist sehr hell sind, kannst du ISO gering halten (am besten auf 100 oder 50). Je nachdem wie viel Unschärfe du im Bildhintergrund willst, kannst du nun die Blende öffnen oder schließen. Als Erinnerung: Eine geschlossene Blende erzeugt scharfe Bilder von vorne bis hinten, während eine geöffnete Blende für Hintergrundunschärfe sorgt. Die Belichtungszeit stellst du als letztes ein. Durch sie kannst du regeln, wie hell oder dunkel dein Bild werden soll. Falls die Belichtungszeit jedoch zu lang wird (ab Werten von circa 1/100 Sekunde), solltest du allerdings ein Stativ verwenden.

Bist du mit der Farbgebung deines Fotos immer noch nicht zufrieden, solltest du den Weißabgleich checken. Manche Kameras erzeugen im automatischen Weißabgleich nämlich einen Blau- oder Geldbstich auf Schneefotos. Du kannst also versuchen, den Weißabgleich einmal auf “Tageslicht” oder “Bewölkt” zu stellen.


Unsere Lieblingsmotive

Natürlich hängen gelungene Schneefotos auch vom richtigen Motiv ab. Tolle Inspirationen findest du beispielsweise auf Pinterest oder Instagram. Hier sind eingeschneite Tannenzweige besonders beliebt, da sie einen tollen Kontrast zum weißen Schnee darstellen.

Auch Makroaufnahmen von eisigen Knospen oder Blättern haben ihren ganz eigenen Reiz. Hier kannst du auch perfekt mit einer butterweichen Hintergrundunschärfe spielen. Der Klassiker unter den Winterbildern ist eine eingeschneite Winterlandschaft. Für besonders spektakuläre Sicht solltest du am besten von einem etwas erhöhten Standpunkt aus mit geschlossener Blende fotografieren. Deiner Kreativität sind hier aber natürlich keine Grenzen gesetzt.


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